Skip to main content

Die besten Tipps rund um den sicheren Fahrrad Transport

Ein kurzer oder vielleicht langer Trip steht bald an und du möchtest dein Fahrrad mitnehmen? Wahrscheinlich machst du dir Gedanken, wie du dein Fahrrad eigentlich am besten transportieren sollst. Ich verrate dir im Folgenden, worauf du beim Fahrrad Transport unbedingt achten solltest, damit deine Reise sicher und stressfrei verläuft.

Welche Transportsysteme stehen dir zur Auswahl?

Natürlich ist zunächst interessant, welche Mittel dir denn überhaupt für den Fahrrad Transport zur Wahl stehen. Generell gibt es:

  • Montage auf der Anhängerkupplung
  • Dachträgersysteme
  • Heckklappensysteme

Bevor ich auf die einzelnen Methoden im Näheren eingehe, verrate ich dir vorab, dass meine vorige Aufzählung auch eine Rangliste darstellt. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass meine erste Wahl immer auf die Montage auf der Anhängerkupplung fallen würde. Dachträgersysteme kann ich ebenfalls empfehlen, sehe aber doch einige Nachteile darin. Das Heckklappensystem zum Fahrrad Transport kann ich eher weniger befürworten.

Der Grund dafür ist, dass es meiner Ansicht nach das am wenigsten sichere Mittel ist. Da du es nämlich selbst mit Gurten befestigen musst, hängt die Sicherheit des Fahrrad Transports von deiner eigenen Geschicklichkeit ab. Damit unterliegt es automatisch zu sehr der Gefahr menschlichen Versagens und ist einfach nicht so zuverlässig. Da ich also von diesem Transportsystem eher abrate, gehe ich nachfolgend nur auf die Anhängerkupplung- und Dachträgervariante ein.

Benutzung der einzelnen Systeme – So wird es gemacht

Damit du einen besseren Überblick über die Systeme und deren Benutzung erhältst, stelle ich dir nachfolgend die Benutzung vor. Es gibt bei der Montage auf der Anhängerkupplung genau wie bei den Dachträgersystemen einige Dinge zu beachten. Mit der passenden Montage und der richtigen Verwendung fällt es dir dann eine Entscheidung aber sicherlich einfacher.

Montage auf der Anhängerkupplungfahrradtransport

Vorab benötigst du ein zusätzliches Kennzeichen sowie eine weitere Beleuchtungsanlage, damit du diese Option für den Fahrrad Transport nutzen kannst. Achte in diesem Fall unbedingt auf die maximale Traglast. Dabei handelt es sich um die Last, die auf die Anhängerkupplung drückt. Siehe dazu in der Gebrauchsanweisung des Fahrzeugs nach, da du nur so die passenden Werte erhältst. Zuerst befestigst du dann den Träger auf dem Kugelkopf des Heckträgers. Dann drehst du die Halter am Rahmen des Fahrrads kräftig fest und fixierst im nächsten Schritt die Räder mit den Schlaufen.

Das Fahrrad darf maximal 40cm links und rechts über die Schlussleuchte ragen und insgesamt nicht breiter als 2,55m sein. Ich lege dir nahe, stets auf diese Werte zu achten. So vermeidest du später Schwierigkeiten beim Transport der Fahrräder. Nach wenigen Kilometern solltest du anhalten und überprüfen, ob alles noch sicher sitzt. Der Luftwiderstand ändert sich und auch das Kurven- und Bremsverhalten. Pass also dein Fahrverhalten an und rase nicht, damit du genau wie dein Rad gut ankommst.

Die Nutzung der Dachträgersysteme

Auch hier wieder unbedingt vorher auf die zulässige Traglast des Dachs achten. Schwere E-Bikes beispielsweise sind tabu und sind nicht auf einem Dachträgersystem transportierbar. Lege eine große Decke auf das Dach, damit der Lack nicht verkratzt wird. Nun verbindest du erst den Rahmen des Fahrrads mit dem Träger verbinden und schraubst diesen gut fest.

Im nächsten Schritt schnallst du die Reifen fest zu. Natürlich siehst du dein Rad während der Fahrt nicht, und so ist es schnell aus den Augen, aus dem Sinn. Achte aber unbedingt bei Unterführungen und Tiefgaragen darauf, dass du eine zusätzliche Höhe zur Durchfahrt benötigst. Du kommst schlicht nicht mehr überall durch. Auf diese Weise verhinderst du zuverlässig Unfälle und kommst sicher an. Fahre darüber hinaus nicht schneller als 120km/h.

Tipp: Eine Höchstgeschwindigkeit ist für Hecktragesysteme vom Gesetzgeber nicht vorgeschrieben. Aber: Die Geschwindigkeit muss immer der Ladung angepasst werden. Viele Hersteller geben hierzu Geschwindigkeiten in den Bedienungsanleitungen an. Daran solltest du dich meiner Erfahrung nach auch wirklich halten. Denn im Schadensfall kannst du Schwierigkeiten mit der Kaskoversicherung bekommen, wenn du erheblich gegen Herstellerhinweise verstoßen hast. Es ist daher immer besser, auf alle Punkte zu achten und umsichtig zu fahren.

Die Qual der Wahl – Vor- und Nachteile der einzelnen Systeme

Jetzt wo du ungefähr weißt, welcher Aufwand mit den einzelnen Systemen verbunden ist, hast du vielleicht schon eine Methode  ausgeschlossen. Ich empfehle dir jedoch, noch einen genauen Blick auf die damit verbundenen Vor- und Nachteile zu werfen. Damit ist dann deine Entscheidung rund um den Fahrrad Transport gut überlegt.

Vorteile und Nachteile der Montage auf der Anhängerkupplung

Natürlich ist erst einmal der Gedanke, ein zusätzliches Kennzeichen und Beleuchtungssystem zu benötigen, vielleicht einmal abschreckend. Aus eigener Erfahrung kann ich aber sagen, dass sich dieser Aufwand letztendlich lohnt. Bedenke vor allem, dass es sich um einen einmaligen Aufwand handelt. Du musst diesen Akt nie wieder für den Fahrrad Transport wiederholen. Die Vorteile jedoch genießt du bei jeder Fahrt.

Die Montage des Gerüstes ist wirklich ein Kinderspiel, da du es nur auf den Kugelkopf schieben musst. Vor allem überzeugt mich daran, dass ich es damit flexibel einsetzen kann. Ich muss mich nicht auf einen großen Montage Akt vorbereiten. Das bedeutet auch, dass du es für unterschiedliche Fahrzeuge verwenden kannst, da es universal einsetzbar ist. Wenn du weiterhin Zugang zum Kofferraum während des Fahrrad Transports haben möchtest, kannst du ein einklappbares Modell erwerben. Diese Option ist natürlich kostspieliger, dafür aber umso bequemer.

Es gibt auch einige Nachteile, die meiner Ansicht nach nicht ganz so schwer wiegen. Denn die leicht beeinträchtigte Sicht nach hinten stellt einen Nachteil dar. Die Räder befinden sich in diesem Fall direkt hinter der Heckscheibe. Dafür lassen sich aber auch schwere Fahrräder gut montieren, selbst E-bikes. Gerade E-bikes sind sonst sehr schwer zu transportieren.

Überzeugendstes Argument ist für mich persönlich aber, dass du deine Fahrräder auf Körperhöhe anbringen kannst. Es ist wirklich nicht zu unterschätzen, wie mühselig so ein Hieven aufs Dach sein kann. Bei diesem System aber können auch kleinere Menschen und weniger kräftige Personen ohne Probleme das Fahrrad auf dem Träger befestigen.

Vorteile und Nachteile der Dachträgersystemefahrrad transportieren

Das Gute hierbei ist, dass es ein wirklich stabiles System ist. Kaum ein Fahrzeug ist hiermit inkompatibel, zumal es verschiedenste Variante gibt. So etwa die Anbringung an den Autotüren, Querträgern oder die Nutzung von Seitenschienen. Besonders praktisch finde ich, dass die Sicht frei bleibt. Während der Fahrt hast du damit sichttechnisch keinerlei Einschränkung, was natürlich zur Fahrsicherheit enorm beiträgt. Außerdem bleibt die Heckscheibe frei, der Kofferraum dadurch auch weiterhin zugänglich.

Auf der anderen Seite aber, wirst du den Luftwiderstand deutlich spüren, da sich die gesamte Aerodynamik verändert. Auch der Spritverbrauch kann dadurch leicht ansteigen. Daher kommt auch die starke Einschränkung in der Geschwindigkeit, die du beachten solltest. Vernachlässigst du diesen Hinweis, können deine Fahrräder schnell ins Wackeln geraten und im schlimmsten Fall ihren Halt komplett verlieren. Ansonsten ist dies aber ein sehr stabiles und sicheres System. Vorteilhaft ist auch, dass du diesen Träger niemals abmontieren musst. Einmal angebracht, kannst du ihn problemlos auf dem Dach lassen und musst dich nur auf einen leicht erhöhten Spritverbrauch einstellen. Schließlich bleibt dir ja jegliche Sicht und alle Zugänge erhalten!

Die zusätzliche Höhe kann stören

Die Einschränkung in der Höhe bei Unterführungen und Tiefgaragen stell für mich persönlich ein wirklich lästiges Problem dar. Vor allem, da du dir nicht immer über dieses Handicap bewusst bist. Es ist also besondere Achtsamkeit geboten. Das ausschlaggebendste Argument, weshalb ich den Träger auf der Anhängerkupplung für den Fahrrad Transport vorziehe, ist folgendes: Die Anbringung aufs Dach erfordert schwere körperliche Arbeit, denn du musst deine Räder mit hohem Kraftaufwand aufs Dach hieven. Das ist nicht nur für kleine und schwache Menschen so gut wie unmöglich, sondern schließt auch E-Bikes von vorneherein aus.

Zwar kannst du das Be- und Entladen durch verschiedenes Zubehör oder Versionen mit schwenkbaren Armen vereinfachen. Beim Hochheben des Fahrrads hilft das jedoch nicht. Meines Erachtens kann das schon die Lust am Fahrrad Transport verderben, sodass ich lieber meinen Träger auf die Anhängerkupplung setze.

Fazit: Die passende Option für jeden Nutzer finden

Der Fahrrad Transport kann schon eine Herausforderung darstellen. Mein Tipp an dich ist daher zu überlegen, welche Vorteile und Nachteile für dich besonders wichtig sind. Ich lege dir die Nutzung der Anhängerkupplung trotz des erforderlichen Kennzeichens nahe. Für andere Nutzer hingegen ist die Nutzung von einem Dachträgersystem sicherlich ideal. Es gilt alle Vorteile und Nachteile gegenüberzustellen und auch zu überlegen, wie oft und mit welchen Entfernung du unterwegs bist. Dann fällt es doch leichter, die passende Option auszuwählen.



Ähnliche Beiträge

Winter- Radsporttraining – was gibt es zu beachten?

winter-radsporttraining

Jedes Jahr kommt er wieder, der Winter. Gerade in tieferen Ebenen wie der Rheinebene oder in Norddeutschland ist er für viele Menschen nicht sehr angenehm – Schnee fällt seit wenigen Jahren kaum bis gar nicht. Regen und Kälte sind angesagt. Wie sich das auf den Radsport auswirkt, dazu komme ich in diesem Beitrag. Natürlich gehe […]

Welche Fahrradpumpe brauche ich für mein Fahrrad?

welche fahrradpumpe brauche ich

In den Anfangszeiten des Fahrrads zu Beginn des 18. Jahrhunderts stellte sich niemand die Frage: Welche Fahrradpumpe brauche ich? Die sogenannten Velozipede verwendeten schließlich  Stahlbänder oder massive Holzräder anstelle von Luftreifen. Kein Wunder also, dass das frühe Fahrrad den Spitznamen Knochenrüttler bekam. Luftreifen wurden in den 1880er Jahren entwickelt. Seither haben Radfahrer nicht nur seltener […]

Fahrradpumpe – welches Ventil ist eigentlich das richtige?

fahrradpumpe welches ventil

Für mich als Radsport-Profi sind die Reifen meines Bikes mit das größte, technische Kapital für meinen sportlichen Erfolg. Damit die Reifen immer den optimalen Druck haben, verwende ich ausschließlich Fahrradpumpen, die zu den Ventilen passen. Welche Ventile es gibt und welches man wann verwendet, kannst du hier lesen. Inhaltsverzeichnis1 Ventilarten – für jede Fahrradpumpe das […]


Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *