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Die Suche nach einer hellen Fahrradlampe | Praktische Tipps

Eine helle Fahrradbeleuchtung ist gerade im Herbst und Winter für die eigene Fahrsicherheit und die der anderen Verkehrsteilnehmer unerlässlich. Das gilt ganz besonders auf schlecht ausgeleuchteten Strecken. Dabei haben die interessierten Radfahrer die Qual der Wahl. Soll es lieber eine Fahrradleuchte mit Dynamo oder eine batteriebetriebene Fahrradlampe mit leistungsstarken LEDs sein?

In unserem Fahrradlampen Vergleich findest du alle von mir getesteten Modelle.

Doch eine helle Fahrradbeleuchtung alleine reicht nicht aus. Vielmehr kommt es auch auf die Verteilung des Lichts an. Was alle interessierten Leser auf der Suche nach der stärksten Fahrradbeleuchtung daher wissen sollten, erkläre ich im weiteren Verlauf im Detail.

Ist eine helle Fahrradbeleuchtung automatisch gut?

Die Antwort auf diese Frage ist ein klares Nein. Denn wenn eine helle Fahrradbeleuchtung ihr helles Licht nur in einem sehr kleinen, stark begrenzten Bereich spendet, hat der Radfahrer nicht viel davon. Gerade dann, wenn die Straßen, auf denen der Radfahrer unterwegs ist, schlecht beleuchtet sind, sollte die stärkste Fahrradbeleuchtung einen möglichst großen Bereich so hell wie nötig ausleuchten. Nur dann ist die eigene Sicherheit gewährleistet.

Wie die Lichtverteilung genau aussehen sollte, hängt dabei auch von dem gewünschten Einsatzzweck für die Fahrradlampe ab. Schließlich sind die Anforderungen an eine Leuchte für ein MTB, welches vor allem im Gelände zum Einsatz kommen soll, andere, als wenn eine Leuchte für ein City Bike für den normalen Straßenverkehr gesucht wird. Die folgende Liste verrät daher, worauf es zu achten gilt:

  • Die helle Fahrradbeleuchtung für den regulären Straßenverkehr sollte vor allem die Straße/ Fahrbahn beleuchten
  • Im Offroad-Bereich/ für Mountainbikes bietet sich eine Leuchte mit einer Rundumabstrahlung an
  • Ob ein sehr weitreichender oder ein kurzer, sehr breiter Lichtkegel im Einzelfall ideal ist, hängt letztendlich auch von den eigenen Gewohnheiten und Vorlieben ab

Akku- oder Dynamoscheinwerfer?

helles Frontlicht AkkuGrundsätzlich gibt es sowohl sehr helle Akku- als auch helle Dynamoscheinwerfer. Es gibt also hinsichtlich der Helligkeit kein Argument, welches sofort gegen die eine oder die andere Art von Scheinwerfer spricht. Doch woran kann ein Kaufinteressent denn nun erkennen, wie hell eine Fahrradlampe genau ist? Dazu lohnt sich ein Blick auf die Lux-Zahl.

Allerdings ist dieser Wert nur bedingt aussagekräftig. Schließlich definiert diese Zahl, wie hell der Scheinwerfer aus zehn Metern Entfernung ist – allerdings nur auf das Zentrum des Lichtkegels des Scheinwerfers bezogen und im rechten Winkel gemessen. Eine hohe Lux-Zahl ist demnach nur eines der Kriterien auf der Suche nach einer hellen Fahrradbeleuchtung. Schließlich sagt der Lux-Wert nur bedingt etwas über die Helligkeit einer Fahrradlampe aus.

Der Lumen-Wert

Besser wäre es daher, einen Blick auf den Lumen-Wert zu werfen. Denn dadurch lässt sich die gesamte Lichtmenge, die von dem Scheinwerfer ausgeht, besser einschätzen. Je höher der Lumen-Wert, desto besser. Allerdings besagt diese Zahl ebenfalls nichts über die konkrete Lichtverteilung.

Da die Lumen- und Lux-Werte somit nur bedingt aussagekräftig sind, ist es sinnvoll, sich vor dem Kauf detaillierte Testberichte zu den verschiedenen Fahrradbeleuchtungen anzusehen. Eine pauschale Antwort auf die Frage „Was sind die stärksten Fahrradbeleuchtungen?“ gibt es dabei nicht. Dies ist, wie bereits angesprochen, darauf zurückzuführen, dass die unterschiedlichen Fahrstile und unterschiedlichen Bikes verschiedene Anforderungen an eine hochwertige und möglichst helle Fahrradbeleuchtung stellen.

Diese Dynamo-Scheinwerfer sind besonders hell

Wer die stärkste Fahrradlampe sucht, wird sich nicht für einen Dynamo-Scheinwerfer entscheiden wollen. Dies ist auf die geringe Nennleistung, die sich meist gerade einmal auf drei Watt beläuft, zurückzuführen. Schließlich muss der Radfahrer selbst in die Pedale treten, damit die Fahrradlampen leuchten. Dynamo-Fahrradlampen sind demnach nicht die hellsten aller Fahrradlampen.

Wenngleich Dynamo-Scheinwerfer leistungstechnisch gerade einmal im Mittelfeld angesiedelt sind, ist eine der entscheidenden Vorteile dieser Technologie nicht von der Hand zu weisen: Ein leerer Akku kann nie zum Problem werden. So lange der Radfahrer in die Pedale tritt, wird die benötigte Energie für den Betrieb der Fahrradlampe entsprechend geliefert.

Doch welche Dynamo-Scheinwerfer haben sich denn nun als vergleichsweise hell herausgestellt? Schließlich gibt es starke und weniger starke Dynamo-Fahrradbeleuchtungen. Zu empfehlen ist besonders die Supernova E3 Triple Fahrradlampe. Allerdings geht diese Fahrradbeleuchtung trotz ihrer sehr guten Helligkeit mit einem handfesten Problem einher: Eine Straßenverkehrszulassung gibt es für diese Leuchte nicht.

Geblendeter Gegenverkehr?

Dies ist schlichtweg darauf zurückzuführen, dass die Lichtabstrahlung der Lampe in alle Richtungen dazu führt, dass der Gegenverkehr geblendet wird. Dieses Risiko dürfen Radfahrer im Straßenverkehr selbstverständlich nicht eingehen. Für den Offroad-Einsatz ist diese Rundumabstrahlung jedoch ein Segen. Dies gilt ganz besonders da so ein möglichst großer Bereich inmitten der tiefschwarzen Offroad-Dunkelheit beleuchtet werden kann.

Doch welche Dynamo-Fahrradlampen versprechen denn nun für den ganz normalen Straßenverkehr eine ordentliche Lichtausbeute? Die Busch & Müller Cyo Premium Fahrradbeleuchtung hat sich mit ihrer sehr guten Lichtausbeute hervorragend geschlagen. Dass die Lampe im mittleren Preissegment angesiedelt ist, wird alle Kaufinteressenten umso mehr freuen. Ebenso sind die folgenden Dynamo-Fahrradlampen als leuchtstarke Auswahlmöglichkeiten klar zu empfehlen:

  • Supernova E3 Pro 2 (diese Leuchte ist auch für den Straßenverkehr geeignet)
  • Busch & Müller IQ-X
  • SON Edelux II
Frontlicht Fahrrad hell

Helle Fahrradbeleuchtung mit Akkubetrieb

Auch bei den Akkulampen gilt es wieder zwischen den Modellen mit Straßenzulassung sowie den Lampen für den Offroad-Bereich, die eine besonders breit gestreute Lichtwirkung vorweisen können, zu unterscheiden. Bei den Lampen für den öffentlichen Straßenverkehr ist, wie bereits angesprochen, unbedingt darauf zu achten, dass die anderen Verkehrsteilnehmer nicht geblendet werden. Denn das könnte in der Praxis leider fatale Folgen haben. Daher hat der Gesetzgeber solchen Lampen einen Riegel vorgeschoben.

Tipp:

Generell haben Akkulampen das Potential, heller und leuchtstärker zu sein als ein Scheinwerfer, die mit einem Dynamo betrieben werden. Dies gilt in der Regel aber nur dann, wenn die Radfahrer ein bisschen mehr Geld in die Hand nehmen und sich für eine starke Fahrradbeleuchtung der Premiumklasse entscheiden. Außerdem besteht das Problem, dass der Akku irgendwann mitten während der Fahrt leer sein könnte, weiterhin.

Beim Kauf der leuchtstarken Akkulampen gilt es unbedingt darauf zu achten, welche Art von Akkus verwendet wird und was diese kosten. Schließlich sind die Akkus bei einem regelmäßigen Gebrauch der Fahrradbeleuchtung auch regelmäßig zu ersetzen. Daher kann es durchaus Sinn machen, sich für Akkus, die wieder aufgeladen werden können, zu entscheiden. Auch die maximale Leuchtdauer angesichts der maximalen Akkulaufzeit ist von Bedeutung.

Die verwendete Akku-Art ist zudem eine Kostenfrage. Während die ersten beiden leuchtstarken Fahrradbeleuchtungen mit Akku auf Li-Ionen-Akkus setzen, kommen bei dem letzten der genannten Modelle Standard-AA-Batterien zum Einsatz. Wer sich für eine besonders helle Akkufahrradbeleuchtung für den regulären Straßenverkehr interessiert, wird sich daher mit diesen Modellen näher auseinandersetzen wollen:

  • Trelock LS 950 Ion
  • Osram FX70
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Offroad-Fahrradlampen

Die wohl leuchtstärkste Fahrradbeleuchtung sind ganz klar Offroad-Fahrradlampen mit Akku. Diese sind schon zu einem wahrhaft niedrigen Preis zu haben. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Regeln für die Straßenzulassung von Fahrradlampen im Offroad-Bereich nicht gelten.

Aus diesem Grund können Radfahrer prinzipiell auch auf eine extrem helle LED-Taschenlampe zurückgreifen und diese mit einer entsprechenden Halterung als Leuchte an ihrem Fahrrad montieren. Dabei gilt die folgende Grundregel auch weiterhin: Auf die nötige Rundumabstrahlung kommt es im Outdoor-Offroad-Bereich besonders an, damit eine möglichst große Fläche hell erleuchtet werden kann.

Weitere empfehlenswerte Fahrradlampen

Auch diese Fahrradlampen sind aufgrund ihrer guten Leuchtkraft zu empfehlen:

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1 Lupine Wilma X7 Stirnlampe schwarz 2018 Stirn-lampe - 1 Lupine Wilma X7 Stirnlampe

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2 Silva Exceed 2XT

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3 Garmin Varia UT 800 Fahrradlampe mit Lenkerhalterung, 800 Lumen Lichtleistung, geringem Helligkeitsverlust über die gesamte Akkulaufzeit und 5 verschiedenen Licht-Modi - 1 Garmin Varia UT 800

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4 Lezyne Power Pro 80 Fahrradbeleuchtung

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Fazit

Die stärksten Fahrradlampen sind sicherlich akkubetriebene Leuchten, die im Offroad-Bereich zum Einsatz kommen. Beim Kauf einer leistungsstarken Fahrradbeleuchtung sollte allerdings nicht nur die Helligkeit eine Rolle spielen. Vielmehr ist die Lichtverteilung ebenso von zentraler Bedeutung. Hinsichtlich der Lichtverteilung gelten im Straßenverkehr klare Regeln. Aus Sicherheitsgründen ist es schließlich zu vermeiden, den Gegenverkehr zu blenden.

Dies ist der Hauptgrund, warum eine Fahrradlampe für den regulären Straßenverkehr nie so hell sein kann wie ein Offroad-Modell. Wer auch im ganz normalen Straßenverkehr mit einer möglichst hellen Lampe unterwegs sein will, entscheidet sich am besten für ein Modell mit Akku.

Schließlich fällt die Nennleistung dann größer aus als bei einem Dynamoscheinwerfer. Doch auch für die klassischen Fahrradscheinwerfer mit Dynamobetrieb sprechen handfeste Argumente. Immerhin liefert die Radfahrer selbst die nötige Energie für die Nutzung der Fahrradleuchte, so dass ein leerer Akku gar nicht erst zum Problem werden kann.



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