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Fahrradbeleuchtung mit Fernlicht – wirklich notwendig?

Schon ist es wieder soweit, die Tage werden immer kürzer. Du kommst aus dem Büro beziehungsweise von der Arbeit und draußen dämmert es bereits, oder es ist sogar schon stockdunkel. Wenn du nun mit deinem Rad auf schlecht oder gegebenenfalls sogar gar nicht beleuchteten Wegen unterwegs bist, ist eine Fahrradbeleuchtung mit Fernlicht absolut empfehlenswert. Welche Möglichkeiten du hast, für bessere Sicht zu sorgen, erfährst du in diesem Artikel.

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Modell Lupine Piko TL Max Taschenlampe
Preis

319,95 €

inkl. gesetzlicher MwSt.
Bewertung
Leuchtdauer8 Stunden
WitterungsbeständigkeitGeschützt vor Stößen, Staub und Wasser.
BefestigungMit einer speziellen Halterung
HerstellerLupine
Kurzfazit

Sehr gut geeignet für jeden der eine sehr helle Lampe mit Power sucht!

Preis

319,95 €

inkl. gesetzlicher MwSt.
Details

Bei der Fahrradbeleuchtung immer an die StVO denken

Die Jahreszeit für eine intakte Fahrradbeleuchtung ist also längst wieder angebrochen. Seit der Änderung des § 67 der StVO zum 1. Juni 2017 haben sich die Bestimmungen zwar etwas gelockert, aber dennoch gilt es einiges zu beachten.

Auch wenn sich inzwischen vieles positiv verändert hat, so zählen Stirnlampen nach wie vor nicht zu den zugelassenen Fahrradbeleuchtungen. Eigentlich ist das auch ganz logisch, denn auf Grund ihrer Position blenden sie den Gegenverkehr. Das ist im Falle einer Verkehrskontrolle nicht nur teuer und kann dich bis zu 35 Euro kosten.

Noch schlimmer ist aber, dass dir im Falle eines Unfalles mindestens eine Teilschuld zugeschrieben wird. Zusätzlich kann es dir dann auch noch passieren, dass deine Versicherungen die Kostenübernahme ganz oder teilweise verweigert. Dieses Risiko gehst du allerdings nicht nur durch den Betrieb einer Stirnlampe ein. Gleiches gilt, wenn du grundsätzlich eine Fahrradbeleuchtung verwendest, die nicht der StVO entspricht.

Um hier auf der sicheren Seite zu sein, hier noch einmal die gesetzlichen Bestimmungen, die dich genau vor diesem Schicksal bewahren, solange du dich danach richtest.

Die Änderungen der StVO zum Thema Fahrradbeleuchtung

Damit deine Fahrradbeleuchtung der StVO entspricht, ist das Prüfzeichen eine zwingende Voraussetzung. Dieses Prüfzeichen befindet sich am Gehäuse der Fahrradbeleuchtung und besteht aus einer Wellenlinie mit dem Buchstaben „K“ und einer fünfstelligen Prüfnummer. Warum es auch andere Beleuchtungen ohne diese Nummer gibt, ist schnell erklärt.

Möglicherweise bist du ja ein ambitionierter Mountainbiker und benutzt daher gar nicht den öffentlichen Straßenverkehr. Du absolvierst deine Fahrradtouren ausschließlich im Gelände. In diesem Fall kannst du problemlos auch eine andere Fahrradbeleuchtung verwenden, die nicht der StVO entspricht. Bei diesen Touren wirst du sicher sehr viel mehr Wert auf die komplette Ausleuchtung des Geländes legen und nicht nur partiell den Weg vor dir sehen wollen. Hier besteht dann auch nicht die Gefahr, dass du durch eine nicht straßenverkehrstaugliche Lampe jemanden blendest.

Eine weitere Neuerung betrifft den Dynamobetrieb, der nicht mehr länger als einziger zugelassener Antrieb zählt. Inzwischen darfst du auch abnehmbare Batterie- oder Akkubeleuchtungen nutzen.

Deine Vorder- und Rückbeleuchtung muss bei Dämmerung an deinem Rad befestigt sein. Aber beide müssen nicht mehr miteinander gekoppelt sein oder über eine gemeinsame Bedieneinheit verfügen.

Zusätzlich zu deiner Fahrradbeleuchtung muss dein Rad mit seitlichen Reflektoren ausgestattet sein. Dazu zählen die Reflektoren an den Pedalen und entweder mindestens zwei gelbe Reflektoren im Vor- und Hinterrad, oder aber weiße Reflektorstreifen an beiden Reifenflanken.

Eine großartige Neuerung gerade für Mountainbikerfahrradbeleuchtung mit fernlicht

Oft ist es natürlich so, dass du sowohl im Gelände, als auch im Straßenverkehr unterwegs bist. Wenn du nun aber keine Lust hast, zwischen deinen Beleuchtungen hin und her zu wechseln, ist die wohl spannendste Neuerung der StVO, dass du nun auch eine Fahrradbeleuchtung mit Fern- und Abblendlicht nutzen darfst.

Hier musst du lediglich darauf achten, dass das Umschalten der beiden Leuchtstufen automatisch oder über ein Bedienelement erfolgen kann. Diese Neuerung ist also die Antwort auf den Wechsel zwischen der Beleuchtung für den Straßenverkehr und für das Gelände. Dank des umschaltbaren Fernlichts hast du nun endlich die Möglichkeit, von zu Hause aus durch die Stadt mit einer für den Straßenverkehr zugelassenen Beleuchtung zu fahren. Bist du an deiner Lieblingsstrecke im Gelände angekommen, schaltest du einfach auf Fernlicht um, was das Biken auf dem Trail immens erleichtert oder überhaupt erst ermöglicht.

Während dein Abblendlicht verstärkt nur mittig und nach vorne strahlt, sorgt deine Fahrradbeleuchtung mit Fernlichtfunktion dafür, dass sowohl die Höhe als auch die Seiten nun besser erleuchtet sind. Die Problematik des Abblendlichtbetriebs beim Mountainbiking ist jedem bekannt. Sobald du bremst, senkt sich die Federgabel deines Mountainbikes und damit leider auch der Lichtkegel. Durch die Komprimierung der Federelemente folgt dann eine Verkürzung der Reichweite deines Lichtes.

Im Gegensatz dazu leuchtet das Fernlicht hingegen mehr in die Höhe und auch stärker zur Seite. Außerdem sorgt das Fernlicht deiner Fahrradbeleuchtung gerade bei Kurvenfahrten dafür, dass ein größerer Bereich ausgeleuchtet wird.

Tipp:

Denke immer daran, dass du mit deinem Fernlicht niemals Verkehrsteilnehmer blendest. Zur Benutzung im dichten Stadtverkehr ist es ungeeignet. Aber auch, wenn du dich auf der Landstraße befindest, darfst du natürlich nicht vergessen, sofort abzublenden, wenn sich der Gegenverkehr nähert.

Die Einstellung des Vorderradscheinwerfers

Wenn du deinen Scheinwerfer der StVO entsprechend richtig anbringen möchtest, dann solltest du darauf achten, dass dein Scheinwerfer laut Vorschrift einen Abstand zwischen 40 cm und 120 cm vom Untergrund aufweisen müssen.

Du musst das Abblendlicht so einstellen, dass der obere Leuchtrand in den Hüftbereich zielt. Das heißt, deine Vorderlampe muss so eingestellt sein, dass der obere Leuchtrand des Abblendlichts hüfthoch gerade nach vorne gerichtet ist.

Bei den Lampen mit dem Prüfzeichen ist darüber hinaus ein Tagfahrlicht erlaubt. Das ist natürlich ganz besonders praktisch, wenn du auf deiner Route Tunnel durchqueren musst.

Aber ganz wichtig ist auch, dass du beachtest, dass weder dein Scheinwerfer, noch das Rücklicht blinken dürfen. Dafür darf ein Rücklicht aber inzwischen mit einer Bremsleuchte ausgestattet sein. Hier musst du darauf achten, dass dein Rückstrahler und dein Rücklicht vom Boden gemessen eine Montagehöhe zwischen 25 cm und 120 cm aufweisen müssen. Der Rückstrahler darf übrigens inzwischen in der Rückleuchte integriert sein, sofern er über den Buchstaben „Z“ verfügt.

Noch einmal die wichtigen Details im Überblick

Fahhradbeleuchtung Fernlicht

Die Fahrradbeleuchtung spielt vor Allem im Winter eine große Rolle 😉

Deine Fahrradbeleuchtung muss über das Prüfzeichen (Wellenlinie und dem Buchstaben „K“ und einer fünfstelligen Prüfnummer) verfügen. Nur dann ist deine Beleuchtung der Straßenverkehrsordnung (StVO) entsprechend.

Du benötigst keinen Fahrraddynamo mehr. Deine Batterie- oder Akkubeleuchtungen musst du tagsüber nicht mitführen. Aber: Achte stets darauf, dass das Wetter umschlagen kann und du sie dann aber zur Hand haben musst, denn das ist wiederum zwingend vorgeschrieben.

Endlich ist ein Fernlicht zulässig. Nun kannst du endlich auf unterschiedliche Fahrradbeleuchtungen verzichten. Achte aber darauf, dass dein Fernlicht entweder über eine automatische Umschaltung verfügt oder über eine Bedieneinheit am Lenker zu- und abschaltbar ist.

Vergiss nicht, dass deine Beleuchtung bei Dämmerung, Dunkelheit, aber auch bei schlechten Sichtverhältnissen, am Rad befestigt sein muss.

Nach wie vor benötigst du zwar eine Vorder- und Rückbeleuchtung, aber diese darf nun unabhängig voneinander eingeschaltet werden. Die Zeiten der gemeinsamen Bedieneinheit gehören damit der Vergangenheit an.

Und du darfst ebenfalls nicht die Anbringung der vorgeschriebenen Reflektoren an deinem Rad vergessen.

Keinesfalls darf deine Fahrradbeleuchtung blinken, das gilt sowohl für den Frontscheinwerfer als auch für deine Rückleuchte.

Du hast außerdem dafür Sorge zu tragen, dass dein Scheinwerfern den entgegenkommenden Verkehr nicht blendet.

Und wenn du möchtest, dann darf dein Rücklicht zusätzlich mit einer Bremsleuchte ausgestattet sein.

Die Fahrradbeleuchtung mit Fernlicht ist eine tolle Neuerungrichtige fahrradbeleuchtung mit fernlicht

Das Fernlicht ermöglicht es dir zum einen, dass du nicht länger auf unterschiedliche Beleuchtungselemente angewiesen bist. Du musst im Bedarfsfall während deiner Tour nicht mehr von straßenverkehrsordnungstauglich auf Trail tauglich umbauen.

Zum anderen verschafft dir dein Fernlicht natürlich auch einen weiteren Lichtkegel. Natürlich ist ein schmaler Lichtkegel auf beleuchteten Straßen vollkommen ausreichend. Anders sieht es aber aus, wenn du auf dunkeln Wegen unterwegs bist. Hier benötigst du dringend eine Leuchte, die ihr Licht breit streut. Da bietet sich natürlich ein Fernlicht an deiner Fahrradbeleuchtung an. So hast du mit einer einzigen Lampe gleich zwei für dich sehr wichtige Funktionen vereint.

Ein Fernlicht am Fahrrad ist bei weitem nicht ausschließlich nur für Mountainbiker ein echter Zugewinn. Auch wenn du beispielsweise bei sehr schlechten Witterungsverhältnissen hinter einem anderen Radfahrer herfährst, so kann es sehr schnell passieren, dass dieser wirklich dunkle Schatten wirft. Für dich bedeutet das, dass du eine deutlich schlechtere und eingeschränktere Sicht hast. Gerade in einer solchen Situation hilft dir Fernlicht extrem weiter. Denn so hast du auch die Möglichkeit noch ausreichend alles vor dir liegende erkennen zu können.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die neuen Regelungen in der Straßenverkehrsordnung erhebliche Erleichterungen und Vorteile gebracht haben. Dies gilt für alle Freunde des täglichen Radfahrens sowie für alle Radsportbegeisterte.

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Preis

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Leuchtdauer8 Stunden
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