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Wie du das Radsport Training nach Watt ideal umsetzen kannst

Wenn du als Sportler besser werden willst, musst du zwangsläufig trainieren. Das ist im Radsport nicht anders. Die meisten Anfänger beginnen mit dem Training nach Puls. D.h., dass die Leistungsmessung beim Radfahren über den Puls bestimmt wird. Das Radsporttraining nach Watt ist jedoch gezielter, es gibt schließlich die unmittelbaren Leistungswerte an.

Die Messung ist damit nicht von der Geschwindigkeit abhängig. Diese unterliegt schließlich beeinflussenden Faktoren wie Gegenwind oder Steigung. Wer nach den weniger beeinflussbaren Wattwerten trainiert, kann schneller zum besseren Sportler werden. Ich gebe dir in dem folgenden Beitrag einen Einstieg in die Wattmessung bzw. in das Training nach Watt mit dem sogenannten Powermeter.

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Bewertung
HerstellerShramPowerTapQuarqRotorGarmin
MontageEin bisschen anspruchsvollSehr leichtrecht leichtAnspruchsvolleinfach
Kurzfazit

Sehr gut für erfahrene Radsportler geeignet

Sehr gutes Modell, aber das Gewicht "zieht" das Testergebnis ein wenig runter.

Gutes Produkt. Für Anfänger als auch für Profis.

Ein gutes Modell für Profis

Sehr gutes Produkt. Eignet sich hervorragend als "erster Powermeter"

Erreichte Punkte (von 50)4039403846
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Inzwischen auch im Hobbybereich angekommen

Die Wattmessung mithilfe eines Powermeters findet im professionellen Radsport bereits seit Jahrzehnten statt. Ich persönlich sehe jedoch auch immer mehr Sportler im privaten Umfeld damit trainieren. Tatsächlich ist das Radsporttraining nach Watt in den letzten Jahren unter Radsportlern immer populärer geworden. Ein Grund ist sicherlich, dass Powermeter durch einen steigenden Konkurrenzdruck inzwischen immer günstiger werden. Es gibt sie bereits ab wenigen 100 € zu kaufen. Sehr gut im Preis Leistungsverhältnis können übrigens die Garmin Powermeter abschneiden.

Radsport Training nach Watt

Mit einem Radsporttaining nach Watt hast du einen viel genaueren Überblick über deine Fortschritte.

Was ist ein Powermeter eigentlich?

Wenn du ein Fahrrad fährst, dann arbeitest du gegen verschiedene Kräfte. Du arbeitest gegen den Luftwiderstand. Du arbeitest gegen die Gravitation. Du arbeitest gegen die Reibung. Je mehr Leistung du erbringst, desto eher kannst du gegen diese Kräfte ankommen und desto schneller wirst du – allerdings ist die Messung der Geschwindigkeit nicht konsistent. Wenn ich zum Beispiel ein und dieselbe Strecke zweimal fahre, dann brauche ich, obwohl ich mich beide Male (fast) gleich anstrenge, unterschiedlich lange. Ich bin auch unterschiedlich schnell.

Der Grund ist, dass du die äußeren Faktoren wie Temperatur, Windgeschwindigkeit oder Feuchtigkeit nicht beeinflussen kannst. Auch deine eigene Verfassung ändert sich von Tag zu Tag. Es reicht also nicht, die Rundenzeit zu messen oder sich an der Durchschnittsgeschwindigkeit zu orientieren. Dasselbe gilt für die Messung des Pulses, denn auch dieser wird von vielen äußeren Faktoren beeinflusst. Um handfeste Werte zur Beurteilung und Planung des Trainings zur Verfügung zu haben, braucht es etwas Genaueres.

Keine Wattmessung mit Powermeter bei anderen Sportarten benötigt

Bei anderen Sportarten ist das weniger ein Problem, beispielsweise beim Schwimmen. Hier sind die Umweltbedingungen praktisch immer identisch. Jedenfalls im Vergleich zum Fahrradfahren bzw. zum Radsport. Beim Schwimmen benutze ich immer eine bestimmte Bahn, die mit immer demselben Wasser und derselben Wassertemperatur ausgestattet ist. Der Widerstand des Wassers ist fast immer gleich, er variiert ein klein wenig mit der Form meines Körpers und mit meiner Kleidung. Dennoch: Die Umweltparameter sind beim Schwimmen bspw. so konstant, dass eine Messung nach Watt nicht nötig ist. Es reicht, die Trainingsleistung über die Rundenzeiten zu messen.

Beim Fahrrad Wattmessung notwendig

Wie bereits erwähnt geht das beim Fahrradfahren nicht. Hier müssen wir unseren Output, unsere Leistung, direkt messen. Wenn du in Physik aufgepasst hast, dann hast du die dafür benötigte Einheit sicher bereits zuordnen können: Die Leistung wird in Watt gemessen. Ein Powermeter ist letztlich nichts anderes als ein Leistungsmessgerät.

Es besteht vollumfänglich aus zwei Teilen: Das eine Teil ist das Messinstrument selbst. Das andere ist die dafür notwendige Steuerung bzw. das „Lesegerät“, die Anzeige. Solche Geräte werden meist am Lenker montiert und können in der Regel vom selben Hersteller erworben werden, wie schon das eigentliche Powermeter bzw. das Messinstrument. Es gibt aber auch Navis oder Fahrradcomputer, die mit einem Powermeter kompatibel sind.

Die unterschiedlichen Typen der Powermeter

Wenn du ein Powermeter kaufen willst, dann hast du die Auswahl zwischen mehreren unterschiedlichen Typen. Letztlich machen alle immer dasselbe: Powermeter messen, wie viel Kraft du auf das Antriebssystem des Fahrrads ausübst. Der dem Powermeter zu Grunde liegende Sensor ist also ein Kraftmesser.

Die Rohdaten werden in der Regel noch lokal im Powermeter in den Leistungswert, gegeben in Watt, umgerechnet. Danach werden sie drahtlos an den Fahrradcomputer gesendet. Die unterschiedlichen verfügbaren Powermeter richten sich nach den verschiedenen kritischen Antriebspunkten am Fahrrad: Die Pedale, die Kurbeln, die Nabe und die Kette sind mögliche Messpunkte.

Die Referenz: Kurbel-Powermeter

Die Referenz stellt seit vielen Jahren ein sogenanntes SRM Messsystem für die Kurbel. Es misst die Kraft über einen Dehnmessstreifen, der sich in einer speziellen Kurbel befindet. Leider gehört dieses System zu den teuersten, es kostet knapp 2500 € aufwärts.

Hinterradnarbe Powermeter

Wenn du etwas günstiger wegkommen willst, dann empfehle ich dir den Messpunkt der Hinterradnabe. Auch dafür gibt es entsprechende Kraftmesser, die ebenfalls über einen Dehnmessstreifen funktionieren. Ein Beispiel für ein System ist ein Powertap System welches ab etwa 800 € zu haben ist. Du kannst die Nabe entweder einzeln kaufen, oder ein komplettes Laufrad bestellen.

Powermeter im Pedal

Die Kraftmessung kann auch direkt in den Pedalen stattfinden. Drucksensoren werden hier zur Messung der Rohdaten herangezogen. Diese Powermeter gibt es ebenfalls von Powertap, aber auch von Favero.

Ein guter Powermeter ist schlicht und unauffällig

Powermeter misst Kettenspannung

Die Kraftmessung ist sogar über die Kette möglich. Wie das geht? Nein, nicht etwa über einen Dehnmessstreifen in der Kette, sondern über die Messung der Kettenspannung durch ihre Schwingung. Das Prinzip dahinter: Je gespannter die Kette ist, desto mehr Kraft wird auf die Pedale ausgeübt. Hier handelt es sich ausnahmsweise also nicht um einen Kraftsensor, sondern um einen elektromagnetischen Sensor, der die Rohdaten liefert. Erstaunlicherweise ist ein solches System relativ günstig, man bekommt es bereits ab etwa einem Preis von 600 €. Meine persönliche Erfahrung ist jedoch, dass es dafür nicht so genau ist.

Ich kann dir aus Sicht der Genauigkeit wie praktisch alle anderen im Radsport auch die Kraftmessung in der Kurbel empfehlen. Natürlich kostet sie dafür auch am meisten. Wenn du Kosten einsparen willst, Einsteiger bist und auch größere Umbaumaßnahmen scheust, dann ist die Messung der Kettenspannung wiederum das richtige für dich, wenn es denn überhaupt das Training nach Watt sein muss. Ob es Sinn macht, erkläre ich dir jetzt:

Der Vorteil beim Training nach Watt

Mit deinem neuen Watt-Messgerät ausgestattet, kann es auch schon losgehen. Aber wie? Worin liegt der Unterschied zum normalen Training? Spürt man ihn? Ja! Ich kann dir sagen, dass das Training nach Watt nicht nur gezieltere Trainingsmethoden nach sich ziehen wird – schließlich hast du jetzt genauere Daten über deine Leistung. Das Training nach Watt wird dich auch motivieren, deutlich mehr noch, als das Training nach Puls.

Denn anstatt zu sehen, wie dein Puls beim Training in die Höhe schnellt, siehst du nun eine kleine Wattzahl am Lenker, die unmittelbar in Echtzeit die von dir abgegebene Leistung für die Fortbewegung anzeigt. Es klingt nach einer kleinen Veränderung, aber es hat große Auswirkungen. Besonders spürbar sind die beim Intervalltraining. Auf dieser Seite zeigen unterschiedliche Leistungsdiagramme, wie unmittelbar die Messung im Vergleich zur Pulsmessung erfolgt: Link.

Intervalltraining mit unmittelbarem Leistungsfeedback

 

Wenn du ein Intervalltraining mit entsprechend kurzen Intervallen einmal nach Puls gefahren bist, dann weißt du, dass die Pulsanzeige sehr träge auf die körperliche Anstrengung reagiert. Sie schnellt gerade hoch, als du mit deinem Bike schon die Spitze der Anhöhe erreicht hast und in eine kurze Ruhephase übergehst. Beim Training nach Watt ist das ander.

Hier schnellt die Anzeige mit dem ersten starken Tritt in die Pedale nach oben. Was da eigentlich so angezeigt wird? Es dürften vermutlich so um die 100-300 Watt sein, außer du bist ein Profisportler. Weltklasse sind Werte über 400 Watt. Du kannst deine Leistung über das Schaubild auf dieser Seite einschätzen: Dividiere deine über 60 Minuten erbrachte Leistung durch dein Körpergewicht und sieh‘ nach!

Zusammenfassung

Ich möchte dir zum Abschluss noch einmal zeigen, worin die Unterschiede zwischen einem Training nach Watt und einem Training nach Puls liegen. Am besten schaust du dir noch einmal die Vor- und Nachteile im Überblick an:

Vorteile des Watt-Trainings

  • Leistungsmessung in Echtzeit
  • sofortige Erkennung von Fortschritten
  • es ist möglich, den Stress beim Training zu errechnen
  • du kannst dein Training sehr genau kontrollieren

Nachteile des Watt-Trainings

  • relativ hohe Anschaffungskosten ab mehreren 100 €, Profisysteme Kosten über 2000 €
  • die Montage ist bis auf kleine Ausnahmen komplex

Vorteile des Trainings nach Puls

  • sehr günstig in der Anschaffung
  • sehr einfach in der Montage
  • vielseitig einsetzbar, bspw. auch bei anderen Sportarten

Nachteile des Puls-Trainings

  • das Training kann nicht so gezielt eingestellt werden
  • Echtzeitmessung träge, bemerkbar vor allem bei Intervalltraining
  • unbekannte und nicht beeinflussbare äußere Variablen wie Wetter oder Nahrung verfälschen zwar nicht die Messung, aber den daraus gezogenen Schluss

Mein Fazit für dich: Wenn du Einsteiger bist und nur wenig Intervalltraining machst, dann bleib bei der Pulsmessung bzw. besorge dir eine. Ich empfehle dir die Anschaffung eines Powermeters für das Training nach Watt nur dann, wenn du Profisportler bist. Oder wenn du als Amateur im Radsport fährst, aber ein Faible für Intervalltraining hast.

Ach ja, bevor ich es vergesse: Schau, dass du die neuen Leistungsdaten beim Training nach Watt auch richtig interpretieren kannst. Im besten Fall hast du einen kundigen Coach, andernfalls hilft dir das Internet oder die Literatur weiter.

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Sehr gut für erfahrene Radsportler geeignet

Sehr gutes Modell, aber das Gewicht "zieht" das Testergebnis ein wenig runter.

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