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Fahrradhelm Test – die höchste Sicherheit für Radfahrer

Du bist auf der Suche nach einem sicheren Radhelm? Wie du wahrscheinlich schon festgestellt hast, ist es bei solch einer großen Auswahl gar nicht so leicht das richtige Modell zu finden. Auf den ersten Blick sieht nahezu jeder Helm gleich aus und sonderliche Unterschiede im Aufbau (Struktur) sind ebenfalls nicht zu erkennen. 

Doch woher kommen dann die extremen Preisunterschiede der einzelnen Modelle? Zahlt man hier nur für die Marke, oder gibt es auch bezüglich der Sicherheit gravierende Gegensätze? In meinem Fahrradhelm Test werde ich diese Fragen beantworten und dir zusätzlich zeigen worauf du beim Benutzen eines Radhelmes Alles achten solltest. 

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Modell KED Paganini VisorBell Unisex JugendGiro Atmos II HelmLeatt Trail-MTB-HelmKED Meggy Reptile
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Fahrradhelm Test

Hier teste ich gerade den Tragekomfort eines Micro-Shell Helmes für euch.

Unterschiedliche Varianten von Helmen 

Um die große Auswahl der Radhelme, welche für dich in Frage kommen, schon mal ein bisschen einzugrenzen, beschäftigen wir uns zunächst mit den 3 gängigsten Varianten. Es handelt es sich hierbei um die Mikroschschalen-, Hartschalen- und Weichschalenhelme. Im Folgenden zeige dir, welche Vor- und Nachteile die jeweiligen Versionen haben. 

Der Mikroschalen Helm 

Man kann den Mikroschalenhelm als „Standarthelm“ für Radsportler bezeichnen. Ein solcher Helm hat eine recht dicke Schaumstoffzone, welche mit einer recht dünnen Schicht von Kunststoff umgeben ist. 

Die meisten Produkte dieser Variante habe mehrere Luftlöcher. Dadurch wird eine übermäßige Schweißbildung an der Kopfhaut verhindert, da sich die Hitze nicht im Helm staut. Vor Allem an heißen Sommertagen ist dies ein wichtiger Vorteil. 

Professionelle Produkte verfügen zusätzlich über einen kleinen Sonnenschutz, oder sogar ein herunterklappbares Visier, um dem Radsportler bei jedem Wetter die bestmögliche Sicht zu ermöglichen. Das ist zwar sehr praktisch, ist allerdings meiner Meinung nach kein „must have“, welches jeder Radhelm umbedingt haben muss. 

Der größte Vorteil der Mikroschalenhelme ist, dass diese dem Radfahrer einen recht guten Schutz bieten und das bei einem verhältnismäßig geringem Gewicht. Solch ein Helm wiegt in der Regel gerade einmal zwischen 300 bis 500 Gramm. 

Als Nachteil kann man jedoch anmerken, dass einem ein Hartschalenhelm in den meisten Fällen mehr Schutz bieten kann. 

  • geringes Gewicht
  • niedriges Preis Segment
  • guter Schutz
  • Hartschalenhelm bietet besseren Schutz

Hartschalen Helm 

Wie auch im Mikroschalenhelm, ist im Hartschalenhelm eine dicke Schicht Hartschaumstoff verbaut. Der Unterschied zu der gerade eben vorgestellten Variante ist jedoch, dass hier die Kunststoffschale dicker und dementsprechend auch robuster ist. Außerdem verfügen die meisten dieser Modelle auch über einen Kinnbügel, über welchen der Helm zusätzlich am Kopf fixiert werden kann. 

In Punkto Sicherheit stellt dies zwar einen großen Vorteil dar, doch meistens geht das auf Kosten des Komforts. Hartschalenhelme wiegen in der Regel 200 bis 300 Gramm mehr als ein vergleichbarer Mikroschalenhelm. Außerdem sind die hier die Belüftungslöcher im direkten Vergleich in den meisten Fällen deutlich kleiner.

Dennoch kann ich dir nur empfehlen, wenn du mit hoher Geschwindigkeit (Rennrad) oder oft auf Strecken im Gelände (Mountainbike) unterwegs bist, auf diese Variante zurückzugreifen. Natürlich ist das Tragen eines Hartschalenhelmes nicht immer angenehm und schaut auch nicht gerade cool aus, doch wenn mal wirklich etwas passieren sollte, wirst du im Nachhinein sehr froh sein, dich für diesen Helm entschieden zu haben. 

Vielleicht noch ein kleiner Fakt am Rande, welcher dich motivieren könnte in Zukunft öfter einen Helm zu tragen:

Laut dem Landesverkehrsministeriums kann ein guter Helm die Energie, welche bei einem Aufprall auf deinen Kopf wirkt um Ganze 2/3 reduzierten – und das kann im Ernstfall dein Leben retten! 

  • sehr guter Schutz
  • hohes Gewicht

Softshell Helm 

Bei der dritten Variante handelt es sich um die Softshell-Helme. Ich persönlich bin ehrlich gesagt von dieser Variante überhaupt kein Fan. Warum? 

Zu einem bestehen diese Modelle nur aus einer Schicht Hartschaumstoff ohne jegliche Kunststoff-ummantellung. Dadurch wird dir als Radfahrer weniger Schutz geboten, als bei einem Mikro- oder Hartschalenhelm. Zudem finde ich ehrlich gesagt auch die Optik dieser Helme sehr gewöhnungsbedürftig. Natürlich sollte man die Optik nicht über die Sicherheit stellen, doch wenn beides Nicht geboten ist, würde ich logischerweise auch nicht auf einen Softshell Helm zurückgreifen. 

  • günstiger Preis
  • leichtes Gewicht

  • wenig Schutz
  • unattraktive Optik

Verfügt dein Wunschhelm über Reflektoren? 

Ein Helm sollte im Falle eines Unfalles bestmöglich schützten, doch weißt du, was noch besser wäre? Genau, wenn dein Helm sogar dazu beiträgt, dass der Unfall komplett verhindert werden kann!

Vor Allem in der Nacht sind Fahrradfahrer oft nur sehr schlecht zu erkennen. Dieser Effekt wird zudem dadurch verstärkt, wenn diese dunkel gekleidet sind (wovon ich euch zumindest in der Nacht abraten würde). Ein großer Reflektoraufkleber oder LED Lampen am Helm können dafür sorgen, dass ihr schon von Weitem gesehen werden könnt. 

Früher waren solche Vorsichtsmaßnahmen häufig nur bei Helmen für Kinder verbaut. Heutzutage allerdings findet man Reflektoren und LED Lichter auch bei Radhelmen für Damen als auch Herren. 

Ich persönlich kann dir nur dazu raten beim Kauf eines Helmes darauf zu achten, dass dieser mindestens einen Reflektor besitzt, im besten Fall sogar die gerade eben erwähnten LED-Lichter. 

Fahrradhelm Reflektoren

Ziehe dich bei Nachtfahrten hell an und achte darauf, dass dein Helm Reflektoren besitzt.

Die richtige Größe – wichtiger als du denkst! 

Die richtige Größe ist mit Abstand der wichtigste Aspekt bei der Auswahl deines Helmes. Sitzt der Helm nicht so wie er sollte, nützt dir auch die härteste Kunststoffummantelung nur noch recht wenig. Das Ziel eines jeden Helmes ist es die Energie, welcher dein Kopf bei einem Sturz/Unfall ausgesetzt wäre, auf den Helm zu übertragen. Das ist allerdings nur möglich, wenn dein Radhelm perfekt sitzt. Im Folgenden erkläre ich dir, was es hierbei Alles zu beachten gibt. 

Wie auch bei Mützen oder Hüten spielt beim Helm dein Kopfumfang die wichtigste Rolle, um das richtige Modell für dich zu finden. Doch wie kann der Umfang deines Kopfes möglichst genau abgemessen werden? 

Am einfachsten geht dies mit einem herkömmlichen Maßband. Setzte dieses ca. einen cm. über deinen Augenbrauen an und wickle das Band einmal um deinen Kopf herum, um den Umfang zu messen. Damit der Helm später nicht zu eng ist und dementsprechend unangenehm drückt, kann ich dir nur empfehlen zu dem gerade gemessenen Wert einen cm hinzuzurechnen. 

Mit der gerade durchgeführten Messung kannst du nun ziemlich gut einschätzten auf welche Helmgröße du zurückgreifen solltest. Hier ist eine Tabelle an welcher du dich orientieren kannst. Wichtig ist hier zu erwähnen, dass Radhelme für Herren meistens deutlich größer sind. 

Helmgrößen für Erwachsene 

Helmgröße  Gemessener Wert 
XS 51 – 54 cm
S 55 – 56 cm
M 57 – 58 cm
L 59 – 60 cm
XL 61 – 62 cm
XXL 62 – 64 cm

 

Helmgrößen für Kinder 

Wenn du allerdings auf der Suche nach einem Radhelm für dein Kind bist, würde ich an deiner Stelle lieber folgende Tabelle zu Hand nehmen.

Helmgröße  Gemessener Wert  Übliches Alter 
XS 44 – 49 cm 0 – 3 Jahre
S 46 – 51 cm 2 – 7 Jahre
S/M 49 – 53 cm 3 – 9 Jahre
M 52 – 58 cm Ab ca. 10 Jahren

 

Zwar kann man bei den meisten Fahrradhelmen mittlerweile die Größe mit einem Drehrädchen variieren, doch das sollte nur zur Nachjustierung genutzt werden. Viel ausschlaggebender ist jedoch, dass man gleich von Anfang an auf die richtige Helmgröße zurückgreift. Doch wie kann man diese kontrollieren, um sich zu vergewissern, dass einem der Radhelm auch wirklich passt? Natürlich wird auch dieses Thema in meinem Radhelm Test ausführlich behandelt! 

Grundsätzlich gibt es zwei Faustregeln mit denen du prüfen kannst ob dein Helm genau auf die Größe eingestellt ist, dass dir dieser den optimalen Schutz bieten kann. 

Dazu musst du deinen Helm nach vorne und nach hinten ziehen. Wenn hierbei deine Stirn leicht Falten schlägt ist das ein Zeichen dafür, dass dein Helm fest genug sitzt. Doch wie stellst du fest, dass dein Helm nicht zu klein ist? Zwischen deinem Kopf und dem Helm sollte, wenn du diesen nach oben ziehst, ein kleiner Zwischenraum sein. Der Abstand darf jedoch nicht größer als eine Fingerbreite sein. Sind beide dieser Regeln erfüllt hat dein Helm die perfekte Größe. 

Fahrradhelm richtige Größe

Vor Allem bei Hartschalen-Helmen ist die richtige Größe das A und O!

Welche Testportale haben wirklich Aussagekraft?

In meinem Fahrradhelm Test berichte ich von Erfahrungen, welche ich mit bestimmten Modellen habe sammeln können und bringe dir näher, worauf du Alles bei der Auswahl des richtigen Helmes achten solltest. 

Doch natürlich kann ich zu den Helmen keine spezifischen Aussagen bezüglich ihrer Sicherheit bei einem Sturz/Unfall geben. Denn ich habe auch ehrlich gesagt keine Lust mich für diesen Artikel absichtlich vom Rad zu stürzen, um genaue Auskunft über meine Unversehrtheit zu geben. 

Allerdings lohnt es sich mit der Frage zu beschäftigen, welchen Portalen man vertrauen kann. In Deutschland sind dies der ADAC und Stiftung Warentest. In einer gemeinsamen Kooperation wurde hier ein ausführlicher Testbericht zu Radhelmen veröffentlicht. Der letzte Radhelm Test ist zwar aus dem Jahr 2017, dennoch lohnt es sich immer noch, sich an den Ergebnissen zu orientieren (das habe ich bei den hier gezeigten Produkten ebenfalls gemacht) da der ADAC die Möglichkeit hat Crashtests durchzuführen und diese mit teuren Analysegeräten nachträglich auszuwerten.  

Welchen Herstellern kann man vertrauen? 

Wie bei jedem Produkt gibt es auch bei Radhelmen bestimmte Marken, welche es geschafft haben, sich über die Jahre zu etablieren und sich einen Namen zu machen. Die Hersteller, mit welchen ich persönlich die besten Erfahrungen gemacht habe, stelle ich dir in diesem Erfahrungsbericht kurz vor. 

Fischer Radhelme – sehr bekannt in der Radsportszene 

Wenn du dich schon ein bisschen genauer auf dieser Webseite umgeschaut hast, wirst du vielleicht bereits bemerkt haben, dass der Hersteller Fischer in mehreren Produktkategorien vertreten ist. Dies liegt einfach daran, dass „Fischer“ sich durch die hohe Qualität seiner Produkte mit der Zeit einen sehr guten Ruf aufbauen konnte. 

Ein Radhelm kostet hier zwischen 20€ und 60€. Damit ist die Marke einer der günstigeren Anbieter in dieser Produktnische. Zudem ist hier die Auswahl recht groß, da die Helme in unterschiedlichen Varianten und Designs angeboten werden. 

Abus Helme – so sicher wie ihre Schlösser? 

Die Marke Abus ist vor Allem für seine sehr stabilen und zuverlässigen Radschlösser bekannt. Doch auch die Radhelme stehen den Abus Schlössern in Nichts nach. Die Preisspanne zwischen den Produkten ist hier verhältnismäßig relativ groß. Es gibt nämlich sowohl günstige Modelle, welche bereits für 40€ zu haben sind, aber auch Helme für ca. 170€. 

Bei den teueren Varianten handelt es sich meistens um Hartschalenhelme welche mit vielen Features, wie beispielsweise einem klappbaren Visier oder einer integrierten Sonnenblende ausgestattet sind. Ich persönlich bin der Meinung, dass die Helme in der mittleren Preisklasse (70€ – 90€) mit dem besten Preis- Leistungsverhältnis punkten können. Die High-price Helme sind ohnehin in erster Linie für Extremsportler oder Motorradfahrer gedacht. 

Casco Radhelme – die Variante für Profis 

In meinem Radhelm Test dürfen natürlich nicht die Casco Radhelme fehlen. Auch wenn Geschmack eine subjektive Angelegenheit ist, muss ich an dieser Stelle zugeben, dass mich optisch die Helme dieses Herstellers am meisten ansprechen. 

Preislich befinden sich diese Produkte in der gehobenen Mittelklasse. Neben Radsporthelmen findet man auch einige Helme für Reiter im Sortiment. Wenn du neben dem Radsport auch noch reitest, spricht natürlich Nichts dagegen einen Reithelm auch als Fahrradhelm zu verwenden. Die Variante für das Reiten erfüllt nämlich genau den selben Zweck, allerdings schaut diese nicht so „modern und sportlich“ aus, wie ein Radhelm von Casco. Aber ganz ehrlich – es geht hier um deine Sicherheit und nicht darum möglichst „cool“ auszusehen. 

KED Helme – Modelle für Kinder

Natürlich bieten auch die anderen Hersteller, welche ich bisher in meinem Testbericht erwähnt habe, Radhelme für Kinder an. Allerdings fällt auf, dass KED einem bei Kinderhelmen die größte Auswahl bietet. 

Besonders wichtig ist hier, dass die Marke sich beim Design der Helme sehr viel Mühe gibt. Aber warum ist das so wichtig? Habe ich vorhin nicht gesagt, dass es bei Helmen in erster Linie um die Sicherheit geht und ein cooles Design eine sekundäre Rolle spielt? Doch, allerdings sieht die Situation bei Helmen für Kinder bzw. Kleinkinder schon wieder ganz anders aus. 

Ist der Helm optisch schön aufbereitet ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass dein Kind den Kopfschutz gerne trägt. Das ist ein sehr großer Vorteil, da so dein Nachwuchs den Helm auch anzieht, wenn du mal nicht dabei bist. 

Preislich bewegen sich die KED Helme in einem Bereich von 20€ bis 50€. Die Produkte sind also im direkten Vergleich zu anderen Anbietern recht preiswert. Bei dem Großteil der Helme, welche diese deutsche Marke anbietet, handelt es sich übrigens um Micro-shell Produkte. 

Giro Radhelme – die Edelmarke des Radhelme 

Bei Giro Jackson handelt es sich um eine recht noble Marke, welche sich der Produktion von Helmen widmet. Ich persönlich habe selber im Laufe der Zeit 3 Helme dieses Herstellers ausprobiert und war sehr zufrieden. Der Tragekomfort ist angenehmer, als bei vielen anderen Radhelmen und man merkt einfach, wenn man den Kopfschutz in der Hand hat, dass dieser sehr robust ist. 

Die Microschell Helme haben einen Preis von ca. 80€. Ein Hartschalenhelm von Giro hingegen kann allerdings locker schon mal über 150€ kosten. Günstig sind die Modelle sicherlich nicht, doch wer Wert darauf legt trotz sehr hoher Sicherheit einen guten Tragekomfort zu haben, macht mit der Wahl dieses Herstellers definitiv Nichts falsch!  

Sichere Helme für Kinder und Babys 

Wenn es darum geht seinem Baby / Kind einen Fahrradhelm zu kaufen, sollte man bei seiner Auswahl natürlich extra sorgsam vorgehen. Genau aus diesem Grund habe ich dir eine kleine Checkliste zusammengestellt, mit den wichtigsten 3 Punkten. Hälst du dich strikt an diese Vorgaben, kannst du nahezu Nichts mehr falsch machen! Wenn du dich ausschließlich für Radhelme für Kinder interessierst, klicke auf den markierten Link um dich ausführlicher über dieses Thema zu informieren. 

Fahrradhelm Kinder

Achte darauf, dass dein Kind seinen neuen Fahrradhelm gerne trägt!

Gefällt deinem Kind der Helm?

Zeige deinem Kind vor dem Kauf den Helm. Findet er/sie den Helm cool? Zwar hört sich dieser Punkt recht oberflächlich an, doch er ist wichtiger als du vielleicht denkst. Findet dein Kind den Helm ansprechend ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass der Kopfschutz auch getragen wird, wenn du mal nicht da bist um das zu kontrollieren. Selbst der sicherste Helm bringt dir schließlich nur recht wenig, wenn dein Kind sich weigert diesen anzuziehen. 

Kontrolliere lieber zwei mal, ob der Helm die richtige Größe hat!

Wenn es um den Schutz seiner Kinder geht, solltest du lieber auf Nummer sicher gehen. In diesem Radhelm Test, habe ich dir ja bereits schon erklärt, wie man testen kann, ob der Helm die richtige Größe hat ( Schlägt die Stirn Falten? / Ist maximal eine Fingerbreite Platz zwischen Kopf und Helm, wenn du den Kopfschutz hochziehst?). Prüfe bei deinem Kind diese beiden Faustregeln am besten doppelt. 

Schaue auf das Ablaufdatum!

Ja, du hast richtig gehört! So wie Lebensmittel haben auch die meisten Helme ein „Ablaufdatum“. Dieses findet man in der Regel auf der Verpackung des Produktes. Prüfe ob dieses nicht überschritten wurde, denn ansonsten könnte es sein, dass der Helm deinem Kind nicht mehr den optimalen Schutz bieten kann. 

Wenn du deinen Helm im Internet bestellst ist die Wahrscheinlichkeit nahezu fast 0%, dass du einen so alten Helm bekommst. Bei kleineren Radgeschäften (vor Allem auf dem Land), welche nicht so stark besucht werden, würde ich dir allerdings empfehlen immer auf das gerade erwähnte Datum zu schauen. Man weiß nämlich nie, wie lange der Artikel bereits im Lager verstaut ist! 

Der Radhelm der Zukunft? – die Rad Airbags 

In Deutschland gibt es keine gesetzliche Helmpflicht. Dies ist wahrscheinlich auch der Grund dafür, dass Studien zeigen, dass weit über die Hälfte der Radfahrer in Deutschland ohne Helm unterwegs sind. In unserem Nachbarland Österreich gibt es wenigstens eine Helmpflicht für Kinder unter 12 Jahren. 

Aufgrund dessen, dass man die recht schnellen E-Bikes immer beliebter werden, finde ich es erschreckend, dass immer noch so wenige Radfahrer auf einen Helm zurückgreifen. An dieser Stelle sollte man sich fragen, woran das eigentlich liegt. 

Wenn man ehrlich ist (auch ich trage nicht immer einen Radhelm) liegt es in erster Linie an seiner eigenen Eitelkeit. Ein Radhelm schaut in den meisten Fällen nicht sonderlich attraktiv aus und wenn man ins Büro fährt, hat man auch keine Lust mit platten und verschwitzten Haaren anzukommen. 

Ein Unternehmen hat aber genau für dieses Problem eine gute Lösung gefunden. Die Rede ist natürlich vom  Fahrradhelm Airbag. Als ich zum ersten mal vom aufblasbaren Fahrradhelm gehört habe, dachte ich, dass es sich hierbei um einen schlechten Scherz handelt – solange zumindest, bis ich mich mit diesem Thema näher auseinandergesetzt habe. 

Hartschalen-Helm

Hier siehst du mich, wie ich gerade einen Hartschalen Helm für meinen Testbericht ausprobiere.

Bei diesem Radhelm handelt es sich um einen Konstruktion, welche optisch einem etwas dickeren Schal ähnelt. Der Airbag wird nämlich um den Hals gelegt und muss dann noch aktiviert werden, indem man den Verschluss zumacht. Das Grüne Licht zeigt an, dass der aufblasbare Helm sich im Bereitschaftsmodus befindet. 

Kommt es nun zu einem Sturz löst der Airbag aus. Doch woher weiß der Airbag, ob man stürzt oder nur über einen hohen Bordstein fährt? Laut dem Hersteller können die speziellen Sensoren dieser Radhelme sehr genau beurteilen, ob eine Erschütterung in das Muster eines „gröberen Fahrverhaltens“ einzuordnen ist, oder es tatsächlich zu einem Unfall gekommen ist. Dennoch wird Extremsportlern, welche im Gelände fahren, davon abgeraten auf dieses Produkt zurückzugreifen. Hier rechnet der Sportler nämlich damit hin und wieder zu stürzen. 

Bei einem Unfall löst der Airbag blitzschnell aus (innerhalb von einer zehntel Sekunde) und schützt so den Kopf des Radfahrers. Doch selbstverständlich müssen die Sensoren dieses Airbags mit Strom versorgt werden. Genau aus diesem Grund muss man seinen „Airbag-Schal“ regelmäßig aufladen. Der Ladevorgang dauert um die 3 Stunden und dafür sind die Sensoren mindestes 10 Stunden Einsatzbereit (die 10 Stunden beziehen sich natürlich auf die Zeit in welcher der Airbag eingeschaltet ist). 

Viele Benutzer sind sehr begeistert von dem Produkt und auch Experten konnten feststellen, dass der Airbag recht zuverlässig funktioniert und im Ernstfall sogar Leben retten kann. Ich persönlich habe dieses Produkt allerdings noch nicht getestet. Warum? Ich bin ehrlich zu euch – der Airbag ist mir momentan einfach zu hochpreisig. Der Helm kostet momentan (zum Zeitpunkt, als ich diesen Artikel schreibe) um die 300€. „Das geht ja noch, für so ein innovatives Produkt“ mag sich jetzt der ein oder andere denken. 

Naja, der Haken an der ganzen Angelegenheit ist, dass der Airbag nur ein einziges mal benutzt werden kann. Ist er erst einmal aufgeblasen sind 300€ weg. Und damit mein Testbericht Sinn machen würde, müsste ich euch Bilder von aufgeblasenen Airbag zeigen, denn den „Schal“ im passiven Zustand zu zeigen ist natürlich nicht gerade spektakulär. In diesem Sinne investiere ich das gleiche Geld lieber in einen neuen Radcomputer, welchen ich für euch testen kann und welchen ich auch noch nach dem Testbericht regelmäßig benutzen kann. 

Dennoch bin ich von dem Konzept des aufblasbaren Radhelmes sehr beeindruckt. Vor Allem, dass viele Videos im Netz zeigen, wie gut der Airbag bereits funktioniert, finde ich ehrlich gesagt erstaunlich. Wichtig zu wissen ist übrigens, dass der Hersteller Hövding stetig daran arbeitet den Airbag zu verbessern. In diesem Produkt befindet sich nämlich eine kleine Blackbox, welche die Daten des Sturzes aufzeichnet. 

Hat der Airbag ausgelöst kann man den Radhelm zum Hersteller zurückschicken und bekommt als „Austausch“ für die Blackbox, mit den aufgezeichneten Informationen, 50% Rabatt auf die Bestellung eines neuen Airbags. 

Ich persönlich finde das Ganze Thema sehr spannend. Sind diese Airbags die Zukunft der Fahrradhelme? Wenn die Produkte in Masse produziert werden können und dementsprechend günstiger werden, bin ich der Meinung, dass dieses Konzept durchaus Potential hat.

Doch denke ich, dass der Helm-Airbag für bestimmte Zielgruppen, wie beispielsweise Banker, welche mit dem Rad zur Arbeit fahren, aber nicht auf eine stylische Friseur verzichten möchten, bereits jetzt schon sehr sinnvoll sein kann. 

Radhelm Airbag Stadt

Ich kann mit gut vorstellen, dass in Zukunft der Airbag den Helm beim Fahrten durch die Stadt ersetzten wird!

Fahrradhelm Test – mein persönliches Fazit 

Welches Fazit möchte ich dir am Ende meines Fahrradhelm Testes noch mit auf den Weg geben? Um die Frage in der Einleitung zu beantworten – ja es gibt Unterschiede in der Qualität der Helme, allerdings heißt das nicht, dass man nun umbedingt immer auf das teuerste Produkt zurückgreifen muss. 

Es gibt nämlich bereits schon für ca. 70€ sehr stabile und zuverlässige Helme, welche einem im Ernstfall das Leben retten können. Es gutes Beispiel hierfür ist der Casco Aktiv 2. Es handelt sich hierbei um den Preis-Leistungstestsieger in meinem Fahrradhelm Test. Auch der ADAC hat mit einem Wert von 1,7 dieses Modell als „Guten“ Fahrradhelm bezeichnet. 

Das Wichtigste ist jedoch, dass der Helm die richtige Größe hat. Denn selbst ein schlechterer Helm mit der richtigen Größe kann dich effektiver schützten als der beste Helm, der dir allerdings viel zu groß oder viel zu klein ist. Doch nur mit einem Helm, der sowohl eine hohe Stabilität, als auch die richtige Größe hat, kannst du optimal geschützt werden. 

Am Ende wollte ich dich noch auf etwas sehr wichtiges hinweisen. Wenn es zu einem Unfall kommen sollte musst du den Helm nach diesem Vorfall unbedingt wechseln. Selbst wenn du äußerlich keine Mängel am Helm erkennen kannst, kann es gut sein, dass dieser im Inneren Risse hat (der Schaustoff) und deswegen geschwächt ist. 

Doch denke immer an eine Sache – vorausschauendes und vor Allem rücksichtsvolles Verhalten im Verkehr ist und bleibt die beste Möglichkeit dich und andere vor Verletzungen zu schützten! 

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