Skip to main content

Rollentrainer im Test – Wann ist ein effektives Training 

Du liebst den Radsport? Willkommen im Club! Doch wie die meisten Radsportler in Deutschland, ist auch dir bestimmt schon öfters aufgefallen, dass eine Trainingseinheit in den Wintermonaten oft Alles andere als angenehm ist. 

Die kalten Temperaturen und der nasse bzw. glatte Boden rauben einem nicht nur den Spaß an der Sache, sondern erhöhen auch das Verletzungsrisiko. Vielleicht hast auch du schon mal etwas vom Rollentraining gehört, stellst es dir aber ziemlich langweilig vor. 

Doch das muss nicht sein! Derjenige, der sich für das richtige Modell entscheidet, hat nämlich die Möglichkeit seine sportlichen Ziele auch im Winter weiter zu verfolgen und das auf eine abwechslungsreiche Art und Weise. 

So stellt das Training mit dem Rollentrainer nicht mehr nur eine mühsame Überbrückung des Winters dar, sondern bekommt einen ganz neuen Stellenwert. 

Das Ziel dieses Testberichtes ist es dir zu zeigen, auf welche Faktoren du bei der Auswahl deines Rollentrainers achten solltest, um auf der einen Seite effektiv und auf der anderen, auch mit Abwechslung und einem realistischen Fahrgefühl trainieren zu können. 

Rollentrainer Test

Welches Modell kann in meinem Rollentrainer Test am besten abschneiden?

Die besten Rollentrainer in meinem Test

1234
ModellTacx Rollentrainer BoosterTacx Fahrrad Heimtrainer NEO SmartElite Rollentrainer Arion MagElite Rollentrainer
Preis

303,02 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.

1.179,00 € 1.399,00 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.

249,00 € 380,00 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.

119,99 € 127,98 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.
Bewertung
ArtFixiertFixiertFreiFixiert
Gangschaltung10 Gänge (Lenkerschaltung)Direktantrieb--
LautstärkeMittelSehr leise--
Gewicht1,6 kg11,3 kgca. 11 Kg9,84 kg.
HerstellerTacxTacxEliteElite
KurzfazitSehr schönes Modell. Nur die Lautstärke kann optimiert werden.Sehr viele Features, welche ein natürliches Fahrgefühl erzeugenSehr gutes Produkt. Effektives und leises Training möglich.Schönes Produkt! Intensives Training auf jeden Fall möglich!
Preis

303,02 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.

1.179,00 € 1.399,00 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.

249,00 € 380,00 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.

119,99 € 127,98 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.
DetailsDetailsTest lesenDetailsTest lesenDetails

Irrglaube – ein Ergometer reicht mir völlig aus! 

In vielen Haushalten kann man in irgendeiner verstaubten Ecke einen Ergometer finden, der seit Jahren nicht mehr benutzt wurde. Warum nicht einfach wieder mal anfangen diesen zu benutzen? Geht es dir alleinig darum ein bisschen Bewegung zu bekommen ganz du das natürlich gerne machen. 

Wenn du allerdings sowohl deine Technik, als auch deine Koordinationsfähigkeit verbessern möchtest, würde ich dir raten eher auf einen Rollentrainer zurückzugreifen. Zwar schaut ein Ergometer auf den ersten Blick so ähnlich wie ein Fahrrad aus, doch wirklich viel gemeinsam hat es mit diesem nicht. 

Bei einem Rollentrainer fährst du auch im Winter auf deinem Rennrad (bzw. Mountainbike), welches sich allerdings nicht von der Stelle bewegt. Dadurch ist das Rollentraining realistischer und macht auch mehr Spaß. 

Zusätzlich sollte man an dieser Stelle auch erwähnen, dass die Trainingseinheit auf der Rolle um einiges anspruchsvoller ist. Auf dem Ergometer wird man nämlich schnell dazu verleitet seinen breiten und weichen Sattel auf eine gemütliche Höhe zu verstellen und ein bisschen vor sich „hinzutreten“. Viel mit dem Radsport, hat das allerdings nicht mehr zu tun. 

Ein weiteres Argument, welches für einen Rollentrainer spricht ist die Platzersparnis. Während ein Ergometer von klotziger Statur ist, lässt sich ein Trainer mit Rolle leicht verstauen. Es gibt sogar Modelle, welche man nach einer Trainingseinheit auf eine sehr kompakte Größe zusammenklappen kann. 

Rollentrainer Vergleich

Im direkten Vergleich der der Rollentrainer jedem Ergometer überlegen.

Der wichtigste Frage – Freie Rolle oder Direktantrieb?

Indoor Rollentrainer können einer von zwei unterschiedlichen Gruppen zugeordnet werden. Zu einem der Gruppe, dessen Vertreter über eine freie Rolle verfügen und zu anderen gibt es auch die Gruppierung der Modelle mit einem Direktantrieb. Was für dich das Richtige ist, hängt von deinen persönlichen Anforderungen ab. Jetzt aber ein bisschen mehr dazu. 

Freie Rollentrainer – für Fortgeschrittene 

Wie du in der oberen Tabelle meines Testberichtes, als auch auf meinen Bildern sehen kannst, habe ich einige freie Rollentrainer für euch getestet. Bevor du jetzt aber nur auf eine gute Endbewertung schaust und dir das nächstbeste Modell kaufen willst, bitte ich dich, folgende Sache zu beachten. 

Bei einem freien Rollentrainer benötigst du einen geschärften Gleichgewichtssinn. Für einen Radsportprofi, der sein Hobby bereits seit mehreren Jahren ausübt, ist das gar kein Problem. Wenn du allerdings erst seit Kurzem dabei bist und mit dem Indoor Training bisher keinerlei Erfahrungen sammeln konntest, musst du dich bei einem Rollentrainer mit freier Rolle darauf einstellen, dass dir die ersten Trainingsversuche ein bisschen schwer fallen werden. 

Wenn du dich jedoch trotzdem für ein freies Modell entscheidest, möchte ich dir noch einen kleinen Tipp mit auf den Weg geben. Vielen Neulingen des Indoortrainings hilft es am Anfang in einem Türstock zu trainieren, da man sich hier an beiden Seiten abstützen kann. 

Ein Vorteil der freien Rolle ist es übrigens, dass die Montage sehr simpel ist, beziehungsweise man nicht einmal wirklich eine „Montage“ hat. Einfach den Rollentrainer aufklappen, sein Rennrad daraufstellen und schon kann die Trainingseinheit beginnen! 

Direktantrieb – Anfängerfreundlich 

Bei einem Rollentrainer mit Direktantrieb wird hingegen das Hinterrad an der Achse in den Trainer eingespannt. Dadurch hat der Radsportler einen sicheren Halt und ein Umkippen, wie es bei der freien Rolle passieren kann, ist nahezu unmöglich. 

Denke nun bitte nicht, dass Profis auf die freie Rolle und Anfänger auf einen Trainer mit Direktantrieb zurückgreifen sollten. Dem ist nämlich nicht so. Bei fast allen höherpreisigen Rollentrainern (wir reden hier von Modellen, ab 1000€ aufwärts) handelt es sich um Diektantriebler. 

Das liegt daran, dass man bei einem Direktantrieb mehr Möglichkeiten hat sein Training individuell anzupassen. Bei einer freien Rolle hingegen geht es meistens dauerhaft mit dem gleichen Widerstand geradeaus, was auf Dauer ein bisschen eintönig werden kann. 

Bei einem Trainer mit Direktantrieb ist es wichtig, dass dieser auf die Größe deines Rades abgestimmt ist. Professionelle Modelle können sogar auf verschiedene Zoll angepasst werden, damit du deinen Rollentrainer bei Bedarf mit mehreren deiner Räder „befahren“ kannst. 

Rollentrainer direktgetriebe

Rollentrainer mit Direktgetriebe können die Leistung des Radsportlers in Watt anzeigen.

Niemand soll gestört werden – Lautstärke eines Rollentrainers 

Solltest du dir die einzelnen Testberichte der Rollentrainer durchlesen, stellst du fest, dass ich bei jedem Indoortrainer sehr auf die Geräuschkulisse achte. Die Lautstärke ist meines Erachtens ein wichtiger Aspekt. 

Vor Allem Radsportler, welche in einer Mehrfamilienwohnung leben, sollten darauf achten auf einen möglichst leisen Rollentrainer zurückzugreifen. Jegliche Geräusche zu unterbinden ist natürlich nicht möglich, dennoch bekommen es viele Indoortrainer bereits schon ziemlich gut hin, dem Radsportler ein Training zu ermöglichen, was weder seine Nachbarn oder seine Familienmitglieder großartig stören sollte.

Ich empfehle dir, falls du mit einer freien Rolle trainieren solltest, Reifen mit einem feinen Profil zu benutzen. Dadurch kann die Lautstärke des Abrollgeräusches reduziert werden. Zusätzlich würde ich jedem dazu raten (egal ob bei der freien Rolle, oder bei einem Direktantrieb) auf eine Matte zurückzugreifen. 

Eine hochwertige Matte zum unterlegen kostet zwischen 15€ und 30€. Durch die Unterlage wird nicht nur der Geräuschpegel reduziert, sondern auch der Boden vor Kratzern und Schweiß geschützt. 

Welche Hersteller überzeugen mit Ihren Rollentainern? 

In der Radsportszene haben sich im Laufe der Jahre mehrere Hersteller von Rollentrainern etablieren können. Ich habe versucht mit den Indoortrainern, welche ich bis jetzt selber ausprobiert habe, die wichtigsten davon abzudecken. Im Folgenden würde ich dir kurz meine persönlichen „Top 3“ Hersteller vorstellen. 

Tacx – innovative Rollentrainer 

Wer sich im Internet nach Indoortrainern für den Radsport erkundigt wird schnell auf die Marke Tacx stoßen. Meiner Meinung nach handelt es sich bei Tacx momentan um den Vorreiter, wenn es um das Hometraining der Zukunft geht. 

Neben innovativen Rollentrainern, bei denen man den Widerstand (über die Watt Zahl) und andere Faktoren einstellen kann, kennzeichnet sich die Marke auch durch ihre spezielle Software aus, welche Sie neben Ihren Hometrainer anbietet. 

Mit dieser kann man in eine Art „Virtual Reality“ eintauchen und echte Strecken fahren. Dadurch dass man die Stecke zu einem sieht und zum anderen der Widerstand des Rollentrainers entsprechend angepasst wird, wenn man eine Strecke bergauf (bzw. Bergab) fährt, wird für ein sehr realistischen Fahrgefühl gesorgt.  

Zugegeben sind die Tacx Rollentrainer nicht gerade die billigsten, doch dafür wird die Trainingseinheit für Zuhause mit diesen Modellen definitiv nicht langweilig! 

Rollentrainer Tacx

Auf diesem Bild siehst einen meiner Rollentrainer von Tacx.

Elite – zeitlose Klassiker 

Wenn man auf der Suche nach einem freien Rollentrainer ist, hat man bei Elite genügend Auswahl. Bei den freien Hometrainern handelt es sich bei der Marke sogar um meinen persönlichen Favoriten. Doch auch funktionsreiche Rollentrainer werden hier im Sortiment angeboten. 

Wie bei der Marke Tacx gibt es auch von Elite eine Software, welche es ermöglicht virtuelle Strecken auf seinem Hometrainer zu befahren. Die Software funktioniert flüssig und es macht Spaß diese zu benutzten, dennoch muss ich an dieser Stelle anmerken, dass mit die Graphik der Software von Tacx noch einen Tick besser gefällt. 

Rollentrainer Elite

Wenn es um freie Rollentrainer geht würde ich die Modelle von Elite empfehlen.

COSTWAY – der Einstieg  

Du willst nicht gleich mehrere hundert Euro für einen Rollentrainer ausgeben? Dann könnte dich der Hersteller COASTWAY interessieren. Die Rollentrainer der Marke kosten in der Regel gerade einmal zwischen 60€ und 100€. 

Meiner Meinung nach kommen die Trainer qualitativ nicht an die Modelle von Elite und Tacx heran, dennoch wollte ich auch COASTWAY in diesem Artikel erwähnen, da die Produkt perfekt dafür geeignet sind, um erst einmal herauszufinden, ob das Rollentraining für einen persönlich etwas ist und ob man sich damit anfreunden kann. 

Was versteht unter einem FTP Training? 

Wenn du dich ein wenig genauer in die Thematik des Rollentrainings hineinliest wirst du früher oder später auf den Begriff „FTP“ stoßen. Hierbei handelt es sich um eine Abkürzung von „Functional Threshold Power“, was ins Deutsche übersetzt soviel bedeutet wie „funktionelle Leistungsschwelle“. 

Der FTP Wert erfasst die maximale Leistung eines Radsportlers, welche er eine Stunde lang konstant aufrechterhalten kann. Steigt der erfasste FTP Wert, hat sich also auch deine Ausdauer verbessert. 

Viele Rollentrainer von Tacx und Elite lassen sich ganz einfach mit deinem Smartphone connecten. Mit einer App kannst du dir anschließend umfassende Analysen deiner erbrachten sportlichen Leistung ausgeben lassen. Eine sehr wichtige Funktion in meinen Augen, da das Festhalten von Fortschritten ein essentieller Aspekt ist, um seine Motivation (vor Allem beim Rollentraining) beizubehalten. 

Einblick in die Zukunft des Rollentrainings 

Hersteller wollen das Indoor-Training für den Radsportler so attraktiv wie möglich machen. An welchen Punkten man hierbei ansetzten kann? Zu einem natürlich am realistischen Fahrgefühl und zum anderen an der visuellen Aufbereitung. Was kommt also in Zukunft auf uns zu? 

Ich persönlich kann mir vorstellen, dass in Zukunft die, bereits von einigen Spielekonsolen bekannten, virtual reality Brillen vermehrt zum Einsatz kommen werden. Dadurch könnte das Hometraining für den Radsportler auf eine komplett neue Stufe gehoben werden. 

In einer virtuellen Welt Radfahren zu können, sich nach hinten umzublicken um zu sehen wie dicht einem die anderen auf den Fersen sind, oder auch die Möglichkeiten auf einen Virtuellen Coach zurückgreifen zu können, stelle ich mir sehr interessant vor. 

Rollentrainer virtual reality

In Zukunft wird die Virtual Reality beim Rollentraining stetig verbessert.

Rollentrainer Test im Überblick – abschließendes Fazit 

Egal wie gut die Rollentrainer sind, oder wie detailgetreu die virtuellen Stecken dargestellt werden können – ich persönlich werde immer das Radtraining im Freien bevorzugen. 

Doch vor Allem im Winter, wenn eine Trainingseinheit nicht nur unangenehm, sondern auch mit einem erhöhten Verletzungsrisiko verbunden ist, greife ich gerne auf einen Rollentrainer zurück. 

Mir persönlich gefallen die Hometrainer mit Direktgetriebe am besten, da man hier den Widerstand einstellen, sich Analysedaten ausgeben und realistische virtuelle Strecken befahren kann. 

Elite und Tacx sind meine persönlichen Favoriten unter den Herstellern von Rollentrainern. Wenn du auf der Suche nach einem freien Trainer bist kann ich die erstgenannte Marke empfehlen, doch wenn du du hingegen großen Wert auf die Software legst, wirst du vielleicht mit den Produkten von Tacx einen Tick zufriedener sein (auch wenn sich beide Modelle nicht recht viel nehmen). Wenn du eine Home-Trainingseinheit absolvierst, solltest du darauf achten, dass du viel trinkst. Am besten mehr, als du es bei einem Outdoor-Training tuen würdest. Beim Rollentraining ist deine Umgebung wärmer und zudem fehlt dir auch der kühlende Gegenwind. 

Ebenfalls wichtig zu beachten ist, dass kein Haustier oder Kleinkind sich in der Nähe von deinem Rollentrainer aufhalten sollte, was sich am drehenden Rollentrainer verletzten könnte, wenn du gerade trainierst.

Rollentrainer Fazit

Mein Fazit: Ein Radsporttraining ist und bleibt das beste. Für die Winterzeit eignet sich ein Rollentrainer jedoch perfekt,