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Fahrradsattel aus Leder – die besten Modelle im Praxistest

Ledersattel Test

Welcher Ledersattel gewinnt den Test?

In meinem allgemeinen Artikel über Fahrradsättel habe ich bereits darüber berichtet, dass Leder eines der beliebtesten Materialen in dieser Produktkategorie darstellt. Doch wenn du im Internet nach Ledersättel recherchierst wirst du feststellen, dass es mehrere hundert verschiedene Hersteller und Produkte gibt.

In meinem Fahrradsattel aus Leder Test gehe ich darauf ein mit welchen Produkten ich persönlich die besten Erfahrungen habe sammeln können und woran man überhaupt einen guten Ledersattel erkennen kann. Aufgrund der großen Preispanne, in der sich die Produkte befinden, spielt natürlich bei der Bewertung der Sättel das Preis- Leistungsverhältnis eine wesentliche Rolle. In diesem Artikel gehe ich auf folgende Punkte ein:

  • Vorteile von Ledersättel
  • Zielgruppe dieser Sättel
  • Unterschiede der Lederarten
  • Bekannte Hersteller
  • Die richtige Pflege

Warum sind Fahrradsattel aus Leder überhaupt so beliebt?

Wenn du auf dieser Seite gelandet bist, gehe ich stark davon aus, dass du dir überlegst einen Radsattel aus Leder anzulegen. Eine gute Entscheidung! Denn im direkten Vergleich mit Kunststoffsätteln werden einige Vorteile deutlich. Ein Vorteil ist beispielsweise, dass Ledersättel …

  • … sehr Atmungsaktiv sind, was der Schweißbildung vorbeugt.
  • … für ein angenehmes Sitzklima sorgen.
  • … aufgrund ihrer Griffigkeit einen sehr guten Halt bieten.
  • … sich in ihrer Form individuell an den Radsportler anpassen.
  • … sowohl mit Hitze als auch mit UV-Strahlung um einiges besser klar kommen als die Kunststoffmodelle vertragen.

Doch behalte immer im Auge, dass es sich bei Leder um ein Naturprodukt handelt. Folglich ist es recht nässeempfindlich und nutzt sich über die Zeit langsam ab. Genau aus diesem Grund sollte man die Pflege seines Sattels nicht vernachlässigen, wenn man lange Freude an diesem haben möchte. Später aber mehr dazu!

Leder hat zwar einige Vorteile gegenüber Kunststoff, benötigt allerdings auch mehr Pflege.

Bei Wem lohnt sich überhaupt der Kauf eines Ledersattels?

Ledersattel Anwendung

Für welche Anwendungen eignet sich ein Ledersattel?

Wenn man in die Vergangenheit blickt stellt man fest, dass die ersten Fahrradsättel entweder aus Holz oder aus Metall bestanden haben. Eine recht unbequeme Angelegenheit. Doch zum Glück wurden diese Modelle schnell von Produkten aus Leder ersetzt. Heute findet man das Lederprodukt in jeder Kategorie des Radsportes.

Besonders bei Langstrecken, welche in der Regel auf einem Trekkingfahrrad befahren werden, wird oft auf Ledersättel zurückgegriffen, da sich diese in ihrer Form an den Sportler anpassen, was für hohen Komfort sorgt.  Zudem bleibt Leder, aufgrund seiner hohen Atmungsaktivität, immer recht kühl

Doch auch bei Triathlon- oder Rennradfahrten erfreuen sich die Sättel großer Beliebtheit. Aber Vorsicht! Wir reden gerade nicht von den großen und breiten Modellen welche mit einer umfangreichen Federung ausgestattet sind. Diese Modelle besitzen nämlich ein viel zu hohes Gewicht Die Ledersättel, welche für Wettkampfsport verwendet werden, sind schmal, dünn und in der Regel aus dünnem Kernleder gefertigt.

Grundsätzlich gilt, dass man sich für jeden Verwendungszweck einen passenden Sattel aus Leder anlegen kann. Die einzige Voraussetzung ist, dass man einen trockenen Ort hat an dem man sein Rad lagern kann. Denn wie bereits erwähnt – Leder ist sehr nässeempfindlich.

Für jede Variante des Radsportes gibt es mehrere passende Sättel aus Leder. Wichtig ist allerdings, dass du ein trockenes Örtchen zuhause hast, an dem du dein Fahrrad abstellen kannst. Leder ist nämlich sehr nässeempfindlich.

Wichtige Unterschiede – überblick über die Lederarten

Kunstleder Sattel

Eignet sich beim Sattel Kunstleder oder Echtleder besser?

Wie du bestimmt schon gemerkt hast, gibt es mehrere unterschiedliche Varianten von Leder. Natürlich könnte man diesen Punkt nun beliebig lang behandeln und das Leder von unterschiedlichen Tieren miteinander vergleichen. Wir beschränken uns in meinem Fahrradsattel aus Leder jedoch auf den Unterschied zwischen Echt- und Kunstleder. Hier gibt es nämlich die meisten Missverständnisse.

Grundsätzlich solltest du wissen, dass es kaum noch Sättel gibt welche komplett aus Leder bestehen. Viel verbreiteter ist heutzutage die gemischte Bauweise. Sprich bei modernen Sättel handelt es sich um eine Plastikschale, welche entweder mit Leder oder eben Kunstleder überzogen wurde.

Ist das eine Taktik der Hersteller sich Materialkosten zu sparen? Auf gewisse Art und Weise bestimmt, allerdings profitierst auch du als Radsportler davon. Durch die Kombination aus Kunststoff und Leder wird nämlich das Gewicht des Sattels reduziert und das ohne Stabilitätsverlust!

Egal ob nun Leder oder Kunstleder verwendet wurde, unterscheiden sich die Produkte auch noch hinsichtlich eines weiteren Aspektes. Es gibt nämlich sowohl Modelle mit extra Einlagen zum Abdämpfen als auch welche ohne.

Heißt das, dass die Sättel, welche dieses Gadget enthalten, generell besser sind? Nicht unbedingt! Es kommt nämlich sehr stark darauf an, für welche Radsportart du deinen Sattel verwenden willst. So ist es beispielsweise nicht sonderlich sinnvoll sich als Rennradfahrer einen Sattel mit einer Polsterung anzulegen, da die Hosen bei dieser Sportart bereits Polsterungen besitzen.

Die gemischte Bauweise (Plastikschale mit Lederüberzug) ist heutzutage sehr verbreitet. Es gibt Ledersättel mit zusätzlicher Polsterung, aber auch welche ohne. Was für dich sinnvoller ist, ist abhängig welche Radsportart du betreibst

Der Klassiker – das „normale“ Leder

Unter dem „normalen“ Leder verstehe ich natürlich das „echte“ Leder. Dieses hat gegenüber dem Kunstleder den Vorteil, dass die Atmungsaktivität gewährleistet ist. Natürlich wird von den Sätteln aus Kunstleder versucht diesen Effekt nachzuahmen, doch es gibt leider viele Modelle, welche an dieser Aufgabe scheitern. Nunja – an Mutter Natur kommt eben selbst das beste Kunstleder nicht ran!

Bei billigen Modellen aus Kunstleder habe ich es außerdem schon oft erlebt, dass der Sattel gerade am Anfang einen „Plastikgeruch“ absondert. Dies passiert beim echten Leder selbst verständlicherweise nicht.

Zudem ist der Effekt, dass sich der Sattel nach einer gewissen Einfahrtszeit an die Gesäßform des Radsportlers ideal angepasst, beim Naturprodukt deutlich ausgeprägter, als bei der künstlichen Variante.

Doch natürlich hat auch das echte Leder seine Schattenseiten. Angefangen mit dem Preis, denn die Modelle aus echtem Leder sind natürlich hochpreisiger. Vor Allem Anfänger im Radsport sind nur selten dazu gewillt gleich zu Anfang so viel Geld in ihr neues Hobby zu investieren.

Ein anderer Aspekt ist die Pflege. Natürlich muss auch Kunstleder gepflegt werden, doch bei echtem Leder ist diese zu einem aufwendiger und zum anderen sind die Pflegeprodukte für echtes Leder teurer, als die für Kunstleder.

 

Vorteile echtes Leder:
– kein Plastikgeruch
– mehr Atmungsaktivität
– bessere Anpassung
– mehr Komfort

Nachteile echtes Leder:
– hoher Preis
– mehr Pflegeaufwand

Der neue Trend – Kunstleder

Vor Allem in den letzten 10 Jahren sind die meisten Hersteller von Radsätteln auf Kunstleder umgestiegen. Mit dem Umstieg hat sich mit der zeit auch die Qualität des Lederimitates stetig verbessert. Heutzutage gibt es sogar bereits schon Kunstleder, welches nahezu gar nicht mehr von dem Naturprodukt zu unterscheiden ist (auch der Geruch wird durch Duftstoffe nachgeahmt).

Ein Vorteil bei Kunstleder ist zu einem der Preis. Auch hochwertiges Kunstleder ist häufig schon für kleines Geld zu haben. Doch man spart sich nicht nur Geld bei der Anschaffung. Auch die Pflegeprodukte für Kunstleder sind günstiger. Apropos Pflege – diese gestaltet sich um einiges einfacher als bei den Echtlederprodukten.

Doch man darf nicht den Fehler machen, sich beim Kunstleder viel sparen zu wollen. Es gibt nämlich unter den billig- aber auch unten den mittelpreisigen Kunstleder-Produkten absolute Totalausfälle. Was ich damit meine? Nunja – zu einem extremer Plastikgeruch, sprödes Material und absolut keinerlei Atmungsaktivität.

 

Vorteile von Kunstleder:
– günstiger Preis
– geringer Pflegeaufwand
– gutes Kunstleder ist kaum vom echten Leder zu unterscheiden

Nachteile:
– echtes Leder ist Atmungsaktiver
– bei einigen Kunstlederprodukten gibt es absolute Totalausfälle

Welche Hersteller sind für ihre Ledersättel bekannt?

Jetzt wo du bereits schon einige Infos zu Ledersättel bekommen hast ist es an der Zeit, dass ich dir ein paar meiner Lieblingshersteller in diesem Bereich vorstelle. Natürlich kann ich jetzt nicht bestätigen, dass jedes Produkt der gleich folgenden Hersteller absolut top ist, denn dazu müsste ich jedes einzelne Modell selber getestet haben. Allerdings kann ich behaupten, dass die Sättel dieser Hersteller, welche ich bisher testen durfte, auf voller Linie überzeugen konnten.

Lepper

Ledersattel Vergleich

Welches Modell kann in meinem Ledersattel Vergleich am besten abschneiden?

Der erste „Geheimtipp“ von mir ist der Hersteller Lepper. Es handelt sich hierbei um ein kleines Unternehmen, welches sich auf die Produktion von Ledersättel spezialisiert hat. Besonders preist Lepper an, dass sie für ihre Produkte hochwertige Rinderhäute verwenden welche ein besonders umweltfreundliches Gerbverfahren durchlaufen.

Das Unternehmen genießt bei Radsportlern allgemeine Beliebtheit, wie man auch an den Bewertungen in diversen Onlineshops feststellen kann. Vor Allem die Produktreihe „Primus“ ist ein absoluter Beststeller. Auch ich habe mehrere Primus-Sättel bisher ausprobiert.

Mit persönlich gefällt das Design der Produkte sehr gut. Lepper ist nämlich einer der wenigen Herstellern der es schafft den klassischen Lederlook mit einem sportlichen Aussehen zu kombinieren. Natürlich konnte mich ebenfalls die Qualität der Produkte von sich überzeugen. Vor Allem in Punkto Atmungsaktivität sind diese Sättel meiner Meinung nach die besten, welche es momentan auf dem Markt gibt.

Brooks

Für Diejenigen unter euch, die es eher klassisch mögen, könnte der Hersteller „Brooks“ interessant sein. Auch Brooks hat sich auf die Herstellung von hochwertigen Fahrradsätteln spezialisiert. Der Unterschied zu anderen Anbietern ist, dass bei diesem Englischen Unternehmen jeder Sattel noch in mühevoller Handarbeit zusammengebaut wird.

Ein anderer Eindrucksvoller Fakt über das Unternehmen ist, dass die Spezialmaschinen  und auch die Werkzeugsätze die benutzt werden bereits über 90 Jahre alt sind. Brooks ist als also ein sehr traditionelles Unternehmen, welches sich aufgrund der Qualität der Sättel trotz diversen Billiganbietern ohne Probleme auf dem Markt halten konnte. Ich persönlich unterstütze gerne solch eine Unternehmensphilosophie.

Die besten Erfahrungen habe ich mit den Produkten der Serie „Cambium“ machen können. Diese kennzeichnet sich vor Allem dadurch aus, dass sie zum Teil aus vulkanisiertem Naturkautschuk besteht und zudem mit Baumwolle aus biologischem Anbau überzogen wurde.

Damit du lange Freude an deinem Sattel hast – die richtige Pflege

Ledersattel Pflege

Ein Ledersattel benötigt Pflege!

Du hast einen hochwertigen Sattel gefunden? Sehr gut – jetzt musst du dich allerdings noch mit der Pflege von diesem auseinandersetzen. Wie bereits erwähnt macht es einen Unterschied, ob man einen Sattel aus Echt- oder Kunstleder besitzt. In diesem Artikel gehe ich nur auf die Pflegemaßnahmen eines Sattels aus echtem Leder ein, da man in der Regel für Kunstleder nur ein einziges Pflegeprodukt benötigt und auf diesem geschrieben steht, wie oft man seinen Sattel damit einsprühen muss.

Vor Allem in der Anfangsphase (beim Sattel auch Einsitz- oder Einfahrphase genannt) ist der Pflegeaufwand von echtem Leder recht hoch. Das Produkt muss nämlich alle 2 bis 3 Monate mindestens einmal komplett von Oben bis unten eingefettet werden.

Doch mit was soll man seinen Sattel einfetten? Ich habe dir hier einmal die Produkte aufgelistet, welche ich bisher für diesen Zweck genutzt habe.

  • Spezielle Fette für Sättel
  • Flüssige Lederpflegeprodukte
  • Bienenwachs
  • Motoröl
  • Ballistol

All diese Methoden haben bei mir recht  gut funktioniert, die besten Ergebnisse konnte ich allerdings mit den speziellen Fetten für Ledersättel erzielen, doch leider ist das auch die teuerste Alternative.

Tue bitte mir und deinem Sattel einen gefallen und greife nicht auf Haushaltsprodukte wie Schuhspray, Butter oder gar Speiseöl zurück. Diese vermeintlich billigen Alternativen stellen sich nämlich als teures Vergnügen heraus, wenn man feststellt, dass man dadurch seinen Sattel verunglimpft hat und man sich nun ein neues Modell anschaffen muss.

Sobald der Sattel eingefahren worden ist, braucht dieser weniger Pflege. Einmal eingesessen muss das Lederprodukt nur noch alle 5-6 Monate eingefettet werden.

Wie du siehst ist auch die Pflege eines Echtledersattels nicht sonderlich schwierig, allerdings kann ich dir empfehlen, selbst nach der Einfahrphase, nicht auf das Einfetten zu verzichten. Du möchtest ja wahrscheinlich so lange wie möglich Freude an deinem neuen Produkt haben.

In der Einfahrphase muss der Sattel alle 2-3 Monate eingefettet werde. Greife hierbei auf dafür gedachte Produkte zurück und nicht auf Hausmittel wie Speiseöl. Nachdem der Sattel eingesessen wurde muss dieser nur alle 5-6 Monate gepflegt werden.

Fahrradsattel aus Leder Test – Zusammenfassung

Ein Fahrradsattel aus Leder bietet eine Menge Vorteile gegenüber den Modellen aus Kunststoff. Allerdings muss man auch bereit dazu sein ein bisschen Aufwand in die Pflege zu investieren. Ist dies allerdings kein Problem für dich und du hast dich dazu entschlossen dir so ein Modell anzulegen gilt es, dass richtige Produkt für dich zu finden.

Ich habe einige Sättel in der Praxis getestet und stelle dir meine gesammelten Erfahrungen in Form von ausführlichen Berichten zur Verfügung. Vielleicht befindet sich ja bereits unter den Modellen in meinem Fahrradsattel aus Leder Test ein Produkt, welches dir gefallen könnte?