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Ich teste und bewerte nach meinen eigenen Eindrücken und nach festen Testkriterien alle Produkte die ich getestet habe. Alle Produkte habe ich im Handel erworben (meistens bei Amazon) und oft auch wieder verkauft. Da ich mit Unternehmern auch Trainingsgruppen zwecks Coaching und Vernetzung unterhalte, habe ich teils auch mehrere identische oder artgleiche Produkte, die ich miteinander vergleichen kann.

Alle Ergebnisse meiner Tests sind natürlich entlang meiner persönlichen Nutzung entstanden. Dies bedeutet, dass ich recht regelmäßig auf dem Rad trainiere, aktiv versuche meine Leistung zu steigern um bei Langstreckenrennen teilzunehmen. Dies ist Ausdauersport, d.h. wer Gewicht abnehmen will, lang und langsam trainieren möchte oder sportlich ambitionierte Ziele verfolgt, der sollte mit meinen Empfehlungen klar kommen.

Sämtliche Angaben sind meine persönliche Meinung. Auch mir können Fehler unterlaufen. Sollten dir Fehler auffallen, dann teile mir diese bitte mit. Oft haben Produkte nach einiger Zeit Softwareupdates oder andere Verbesserungen und ich bekomme es nicht mir. Für den Hinweis bin ich also dankbar.

Wie läuft ein Test ab?

Nachdem ich das Produkt bekommen habe, setze ich es einfach ca. 4 Wochen selber ein. So bekomme ich täglich einen Eindruck wie sich in Bezug auf meine Testkriterien das Produkt bewährt. Ich nehme es mit zu meinen Trainingseinheiten auf dem Rad und teste es im Alltag. Innerhalb der vier Wochen ist es dann auch sicherlich jedem Wetter begegnet. Da ich auch im Winter teste, kann ich auch die Beständigkeit bei Schnee, Streusalz und starkem Frost beurteilen. Wann ich getestet habe seht ihr unter der Gesamtbewertung.

Übrigens: nach dem Test verkaufe ich das Produkt wieder. Ab und an findet ihr Tests online, wo steht, dass ich das Produkt gerade bestellt habe oder teste. Dann gerne einen Kommentar hinterlassen, dass ihr das Produkt haben wollt. Ich setze mich dann mit Euch in Verbindung. Üblicherweise könnt ihr so 15% vom Strassenpreis sparen.

Wie setzt sich meine Bewertung zusammen?

Bei den Testberichten steht für mich klar der Nutzen im Vordergrund. Diesen leite ich natürlich von meinen Bedürfnissen ab, aber ich probiere auch dabei Dinge zu beachten, die vielleicht für andere von Interesse sind. Ich habe vorab feste Testkriterien definiert nach denen ich immer bewerte. So liest sich jeder Testbericht ähnlich im Aufbau. Das soll es dir erleichtern die Produkte miteinander zu vergleichen und das für dich best passende zu finden. Auch sind die Kriterien nochmals in einer Tabelle zusammengefasst.

Diese ganzen Kriterien habe ich dann in meiner Gesamtbewertung zusammengefasst in einem Prozentsatz von 0% bis 100% der angibt, wie weit dieses Produkt meine vollen Anforderungen an ein ambitioniertes Radsportprodukt erfüllt, das mich entscheidend weiter bringt. Die Gesamtbewertung siehst Du direkt unter dem Produktbild.

Neben der Gesamtbewertung habe ich die einzelnen Kriterien nochmals in vier Gruppen zusammengefasst: Bedienung, Stabilität, Funktionsumfang, Trainingsunterstützung. Damit erkennst du schnell, ob ein Produkt in einer dieser Übergruppen besonders gut oder schlecht abschneidet. Zudem kannst du damit besser vergleichen mit mit einem ähnlichen Produkt, wenn dir eine sehr spezielle Sache besonders wichtig ist.

Aufbau des Testberichtes und was du in welchem Teil vorfindest

Alle Testberichte sind immer identisch gegliedert. Ab und an kann es sein, dass einer der folgenden Menüpunkte nicht enthalten ist, weil es für diese Produkt offensichtlich nicht relevant ist. Am Beispiel eines Testberichtet von einem Radcomputer mit Navigation erläutere ich Euch jetzt, was ich konkret bewerte und mir anschaue. Die folgenden Menüpunkte sind dann in den Testberichten auch genauso oder ähnlich benannt und die Testkriterien können so gut nachvollzogen werden.

Lieferumfang des Garmin Edge 1030

Lieferumfang des Garmin Edge 1030

Lieferumfang

Was ist in der Packung? Klar interessiert dies, denn manchmal fehlen Halterungen oder wichtige Teile, die für die vorgesehen Funktion wichtig sind. Wichtig für einen Trainingscomputer ist vor allem, ob ein Pulsgurt enthalten ist bzw. ob man existierende Pulsgurte nutzen kann. Hier ist dann wichtig, ob sich der Computer mit verschiedenen Übertragungsprotokollen versteht, wie ANT+ und Bluetooth.

Auch ist für mich entscheidend ob ich das Gerät sofort in Betrieb nehmen kann, oder ob die Akkus erst Stunden geladen werden müssen, oder Batterien nicht enthalten sind und erst gekauft werden müssen.

Wenn die Befestigung für den Radcomputer fehlt oder die Gummis mit denen er am Lenker befestigt wird, dann gibt es ebenfalls Abzüge von mir. Dies ist eines der recht relevanten Testkriterien.

Wenn bereits ein Displayschutz enthalten ist, dann gibt dies zusätzliche Punkte. Ich halte diesen aber bei guten Displaygläsern – wie z.B. bei Garmin – nicht für zwingend erforderlich. Ich nutze seit über 10 Jahren meine Garmin Geräte ohne Displayschutz.

Ganz wichtig ist immer eine Bedienungsanleitung und vor allem das Datenübertragungs- bzw. Ladekabel. Nur mit diesem kann man sofort loslegen. Auch sollte klar ersichtlich sein, wenn man noch Software laden muss oder diese auf dem Gerät installieren, bevor man starten kann.

Einrichtung

Hier geht es mir darum, wie schnell ich das Gerät installieren und nutzen kann. Müssen z.B. erst Kabel verlegt werden zum Geschwindigkeitszähler am Vorderrad und dort ein Magnet angebracht werden? Das ganze dann noch für den Trittfrequenzmesser an der Kurbel? Das ist hinderlich, da ja dann zudem noch manuell pro Laufradsatz der Radumfang eingestellt werden muss. Hier sind GPS Geräte am einfachsten zu montieren, aber auch kabellose Sensoren vereinfachen die Installation.

Die Halterung hat oft Probleme an jedem Lenker fest zu halten. Zum Glück habe ich verschiedene Räder und 7 recht unterschiedliche Lenkervarianten. So kann ich dies gut ausprobieren. Wichtig ist schließlich, dass der Radcomputer nach der Installation fest am Lenker sitzt und gut sichtbar ist. Dafür muss er idealerweise vor dem Lenker sitzen, damit man den Blick nicht zu weit senken muss und parallel ein wenig nach vorne schauen kann.

Auch muss die Installation der Software einfach sein. Ich verwende nur einen Mac und kann es daher auf Windows nicht testen. Wenn Mac Software aber funktioniert, dann wird es Windows üblicherweise auch tuen.

Bei der Software ist wichtig, ob die Daten korrekt übertragen werden und ob man diese in seiner Trainingsplattform ablegen kann, wie Garmin Connect, Strava, TrainingPeaks, 2Peak oder ähnlichen Programmen. Oft liegt der Hersteller auf eine eigene Lösung mit, diese probiere ich dann kurz aus, wobei ich üblicherweise mit Garmin Connect und TrainingPeaks arbeite.

sind alle Werte gut lesbar?

Bedienung

Bei der Bedienung kommt es vor allem darauf an, dass alles intuitiv und einfach ist. Hierfür spielt die Displaygröße (in Zoll) eine wesentliche Rolle. Zumal zumeist gilt: je mehr Fläche, je mehr Werte bekommt man auf einen Blick zu sehen. Zu groß ist aber auch nicht gut, wegen Aerodynamik und dem oft dann zu hohen Gewicht am Lenker. Ideal bei Navigationsgeräten finde ich ca. 3 Zoll Bildschirmdiagonale.

Ganz entscheidende Testkriterien sind für mich die Beleuchtung des Displays und seine Entspiegelung. Denn ich fahre oft Nachts und auch im Winter wenn es schon früh dunkel ist. Auch bei Regen hilft ein beleuchtetes Display die Werte klarer zu erkennen. Wichtig ist hier, ob die Beleuchtung in einen Modus geschaltet werden kann, der das Display nur erhellt, wenn man es berührt und dann nach ca. 20 Sekunden wieder auf dunkel schaltet. Dieser Modus wird oft Nachtmodus genannt. Er spart unheimlich Strom. Entsprechend ist ohnehin die Batterie-/Akkulaufzeit sehr wichtig. Wer will schon alle 5 Stunden laden? Wenn ich schon von der Laufzeit spreche, dann schaue ich mir auch die Ladezeit an. Ich hatte schon Geräte die sind nicht voll geworden während ich schlief. Das ist blöd, wenn man Abends nach Hause kommt mit dem Rad und morgens die Akkus nicht ganz geladen sind.

Für das Handling im Alltag gebe ich dann noch an, was mir aufgefallen ist, so z.B. wenn das Gerät abstürzt, schwer aus der Halterung zu bekommen ist, das Display nicht reagiert, die Tasten mit Handschuhen im Winter nicht zu bedienen sind, das Touch Display nicht reagiert (z.B. bei Handschuhen ohne Glass). Entsprechend ist hier schon mal wichtig, ob der Radcomputer überhaupt ein Touch Display hat oder nur über Tasten bedient wird.

Funktionsumfang

Beim Funktionsumfang sind folgende Funktionen und Testkriterien wichtig:

Ist eine GPS Funktion vorhanden, kann diese navigieren, sind die Strecken für Fahrräder optimiert oder fährt man nur über Autostrassen, auch wenn es parallel Radwege gäbe. Wenn Navigation angeboten wird, ist das Kartenmaterial enthalten, passt es für ganz Deutschland, oder muss es erworben werden und mit welchen Kosten ist dies verbunden?

Werden die Uhrzeitaktuelle Geschwindigkeit, die durchschnittliche Geschwindigkeit, die Trittfrequenz, die Tageskilometer und die Gesamtkilometer angezeigt. Benötigt man hierfür noch weiteres Zubehör – zumindest ist dies oft bei der Trittfrequenz der Fall.

Wird die Herzfrequenz (HF) angezeigt? Auch die durchschnittliche HF? Benötigt es einen zusätzlichen Pulsgurt hierfür oder wird mein ANT+ (von Garmin bei mir) oder Polar Gurt erkannt?

Werden Höhenmeter erkannt? Können diese auch kumuliert dargestellt werden oder wird nur die aktuelle Höhe angezeigt?

Zu guter Letzt ist für mich sehr wichtig, ob eine Leistungsmessung erfolgt. Kann das Gerät meinen SRM oder meine Garmin Vector Pedalen erkennen und die Leistungsdaten verarbeiten? Ist dies getrennt pro Pedal (links / rechts) möglich? Wird der aktuelle Wert angezeigt und zudem ein Mittelwert?

Kann man maximale Werte oder noch besser Bandbreiten für Herzfrequenz und die Leistung definieren? Die hilft beim Training, denn wer diese sogenannten Trainingsbereiche einhält trainiert effizienter.

Trainingsunterstützung

Unausweichlich für ein modernes und intelligentes Training sind Intervalle. Verfügt das Gerät über einen Trainingsmodus? Bietet dieser Trainingsintervalle, dann ist dies ein großes Plus für den ambitionierten Fahrer. Die Trainingsintervalle sollten mindestens für die Herzfrequenz aber noch besser für die Leistung definierbar sein.

Radcomputer die mir meinen aktuellen Trainingsstatus berechnen können und anzeigen wie hoch die Trainingsbelastung war und wann ich wieder trainieren kann sind klar im Vorteil. Dies wird meistens in der Trainingsintensität abgebildet. Hier ist ja nur entscheidend, dass das Gerät nichts falsch beurteilt. Ich vergleich hier immer mit meinem Referenzgerät, wo ich seit Jahren weis, dass es mich korrekt einschätzt (meine Forerunner 620). Der neueste Garmin Edge 1030 kann dies zum Beispiel, aber auch einige höherwertige Trainingsuhren von Suunto oder Polar können mittels der Herzfrequenzvariabilität (HRV) diese Parameter gut berechnen.

Einige Radcomputer bieten noch einen Wettbewerbsmodus, wo man z.B. seinen Abstand zu einer definierten Zielgeschwindigkeit sieht.

Stabilität

Wichtig ist ob alles bei jedem Wetter funktioniert und fest in der Halterung bzw. am Lenker sitzt. Entsprechend muss der Radcomputer wasserdicht sein (gut ist nach IPX7). Zudem berichte ich oft, ob das Gerät winterfest ist und auch bei Minusgraden funktioniert. Hierbei ist auch ein beschlagenes Display bei Regen oder Kälte ein Problem das mir nicht gefällt.

Wenn ein Radcomputer während der Nutzung abstürzt oder die Werte schwanken (Beispiel: bei konstanter Geschwindigkeit werden Abweichungen angezeigt), dann weise ich auch hierauf hin. Das Gerät ist dann nicht alltagstauglich.

Ich teste auch gerne einmal bei Minusgraden (hier im Winter 2017/2018)

Sonstiges

Wenn mir irgend etwas auffällt, was ich noch nicht beschrieben habe, dann findet ihr es hier. Dies passiert allerdings sehr selten. Es kann aber sein, dass es zu dem Produkt ein spezielles Zubehör gibt, dass ich unbedingt empfehle. So würde ich bei Garmin z.B. darauf hinweisen, dass der Radcomputer mit den Varia Leuchten (ja, die mit der Bremsfunktion) oder der Virb Kamera funktionieren. Diese lassen sich nämlich direkt über den Garmin Edge steuern bzw. der Edge zeigt im Display an, wie viele Autos von hinten kommen (praktisch, wenn man über den Kopfhörer parallel noch ein wenig Musik hört).

Fazit

Entlang meiner Gesamtnote und den vier Hauptkriterien fasse ich hier meinen Eindruck zusammen. Ihr sollte erkennen, ob das Produkt für euch passt, weniger ob es für mich passt. Da man Werte aber sehen möchte, um diese zu verbessern und entsprechend sich dahin zu trainieren, gehe ich bei der Bewertung davon aus, dass ihr ein Gerät zum Training sucht. Wenn es ganz wesentliche Schwachstellen gibt, werde ich diese hier nochmals aus meiner Sicht erwähnen, so dass ihr erkennt, wo im Text davor ich diese näher beschrieben habe.

Was kann ich weiter bei meinen Testkriterien verbessern?

Die Testkriterien zu erweitern ist sehr schwer, denn ich muss dies nachträglich ja dann bei allen Produkten machen. Entsprechend habe ich mir zu Beginn sehr viel Mühe gegeben die relevanten Testkriterien zu definieren und ich hoffe es ist mir gelungen.

Sollten dir aber noch andere Kriterien auffallen oder du der Meinung sein, dass ein fehlendes Testkriterium das Ergebnis komplett verändert hätte, dann lass es mich bitte wissen. Ich hinterfrage meine Ergebnisse gerne.

Nun wünsche ich aber viel Spass bei den Testberichten und hoffe, dass du das beste Produkt für deine Bedürfnisse durch meine Hilfe schnell gefunden hast. Wenn du die Links zu Amazon oder anderen Shops von meiner Webseite nutzt, dann bekomme ich meistens eine Provision von dem Geschäft. Dich kostet dies nichts mehr und mir ist geholfen. Über diese Unterstützung würde ich mich sehr freuen. Danke!