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Sollte eigentlich eine Fahrradbeleuchtung wasserdicht sein?

Wenn du darüber nachdenkst eine neue Fahrradbeleuchtung zu kaufen, dann gibt es einiges zu berücksichtigen. Wer glaubt, ich brauche eine Lampe hinten und noch eine vorne, und fertig, der liegt nur zum Teil richtig. Beleuchtung benötigt immer Strom, und Strom verträgt sich nicht mit Wasser. Insoweit stellt sich die Frage, ob die Fahrradbeleuchtung wasserdicht sein muss. Warum in deeine Kaufentscheidung auch die Frage einfliessen sollte, ob die Fahrradbeleuchtung wasserdicht ist, erfährst du hier.

Es gibt viel zu beachten beim Kauf einer Fahrradbeleuchtung

Es gibt eine ganze Reihe von Kriterien, die es beim Kauf einer Fahrradbeleuchtung zu berücksichtigen gilt. Wenn du deine Fahrradbeleuchtung im Straßenverkehr einsetzen möchtest, dann muss sie beispielsweise mit der StVO konform sein.

Es stellt sich auch die Frage, wie die Beleuchtung angetrieben sein soll? Bevorzugst du eher eine Fahrradbeleuchtung, die über einen Dynamo angetrieben wird? Oder soll es lieber eine batterie-/akkubetriebene Fahrradbeleuchtung sein? Soll dein Scheinwerfer mit den inzwischen erlaubten Zusatzfunktionen, wie beispielsweise Standlicht oder Fernlicht ausgestattet sein? Wie steht es um die Ausrüstung deiner Rückleuchte? Auch sie könnte mit einer Standlichtfunktion und falls gewünscht mit einem Bremslicht ausgestattet sein.

Zusätzlich musst du nun noch entscheiden, wie hell deine Lampe sein soll, also wieviel Lux beziehungsweise Lumen du für deine Zwecke benötigst. Und zu guter Letzt solltest du dir auch noch Gedanken darüber machen, ob deine zukünftige Beleuchtung wasserdicht sein soll.

Also eine ganze Reihe von Faktoren, auf die du achten und die du für dich entscheiden musst.

Damit du besser beurteilen kannst, welche Faktoren für dich und deine Einsatzgebiete besonders wichtig sind, sollen hier die einzelnen Punkte noch mal eine genauere Erläuterung finden.

Fahrradbeleuchtung für den Straßenverkehrfahrradbeleuchtung wasserdicht

Die „lichttechnischen Einrichtungen an Fahrrädern“ werden durch den § 67 StVZO regelmäßig modifiziert. Sie dienen der Sicherheit im Straßenverkehr. Hier geht es darum, zu sehen und gesehen zu werden. Inzwischen hat sich hier einiges geändert. Es gibt keine Dynamopflicht mehr. Das heißt, du kannst dich auch jederzeit für eine batterie- und akkubetriebene Fahrradbeleuchtung entscheiden. Auch müssen der Frontscheinwerfer und die Rückleuchte nicht mehr zusammen einschaltbar sein.

Bei der Beleuchtung handelt es sich um das aktive Beleuchtungselement, also die Lichtquellen, die das Licht abgeben. Damit sind deine beiden Fahrradlampen vorn und hinten gemeint. Dein Vorderlicht ist also ein nach vorne gerichtetes weißes Licht, das entweder mit einer Glühlampe, einer Halogenlampe oder mehreren LEDs betrieben wird. Dein Rücklicht strahlt nach hinten durch eine verbaute Streuscheibe rotes Licht. Auch hier kommt entweder eine Glühbirne oder eine LED zum Einsatz.

Da es aktive Beleuchtungselemente gibt, liegt die Schlussfolgerung nahe, dass es auch ein passives Beleuchtungselement gibt. Dabei handelt es sich um die Reflektoren, die ebenfalls laut StVO am Fahrrad angebracht sein müssen.

Damit du sicher sein kannst, dass es sich auch auf jeden Fall um eine straßenzugelassene Fahrradbeleuchtung handelt, achte auf das Prüfzeichen. Das erkennst du an der Wellenlinie mit dem großen „K“ und einer fünfstelligen Prüfnummer.

Dynamo oder akkubetriebene Fahrradbeleuchtung

Zwar gibt es unterschiedliche Dynamoarten, aber der inzwischen meist verwendete Dynamo ist der Nabendynamo. Im Gegensatz zu einem Seitenläuferdynamo erschweren die Nabendynamos nicht mehr das Treten und sind ein sicherer Lichtlieferant. Mit einem solchen Dynamo steht dir dein Licht zu jeder Zeit zur Verfügung.

Wenn dein Rad aber nicht mit deinem Dynamo ausgestattet ist, und du auch keinen nachrüsten möchtest, dann hast du eine recht große Auswahl im Bereich des Batterie- oder Akkubetriebs. Auf Dauer, wenn du sehr viel mit dem Fahrrad unterwegs bist und auch deine Beleuchtung sehr viel nutzt, dann ist es sinnvoller, eine akkubetriebene Beleuchtung zu wählen. Hier entfällt der andauernde Wechsel von Batterien, was auf lange Sicht sehr kostspielig ist.

Besonders beliebt ist diese Art der Beleuchtung, weil sie kinderleicht zu montieren ist. Lästige Kabel entfallen hier und du kannst deine Scheinwerfer einfach und schnell am Lenker anbringen. Dein Rücklicht montierst du einfach an der Sattelstange.

Beide Antriebe habe ihre Vor-und Nachteile. Aber eines ist sicher, beide liefern dir das gewünschte Licht. Am Ende musst du entscheiden, welcher Antrieb am besten zu dir passt.

Eine Reihe von Zusatzfunktionen

Bei der heutigen modernen Fahrradbeleuchtung kannst du beispielsweise auswählen, ob dein Scheinwerfer zusätzlich mit einer Fernlichtfunktion ausgestattet sein soll. Das hat für dich viele Vorteile. Während dein Lichtkegel bei einer normalen Straßenbeleuchtung nur begrenzt vor deinem Vorderrad auf die Straße fällt, kannst du mit dieser Funktion sowohl die Höhe, als auch die Seiten des Geländes beleuchten.

Im Straßenverkehr ist natürlich ausschließlich die Abblendfunktion zulässig, da sie die Blendfreiheit für den Gegenverkehr garantiert. Befindest du jedoch auf einer Landstraße ohne Gegenverkehr und ohne jegliche Straßenbeleuchtung, ist die Fernlichtfunktion ein Garant dafür, dass du einen wirklich guten Überblick über das vor dir liegende Gelände hast.

Für Mountainbiker ist diese Funktion besonders wichtig, da sie sonst gezwungen wären, ständig zwischen einer Beleuchtung, die laut StVO zugelassen ist, und einer geländetauglichen hin und her zu wechseln. Dank der Fernlichtfunktion kannst du so einfach von Abblendlicht auf Fernlicht umschalten.

Auch die Standlichtfunktion ist ein sehr wertvoller Zugewinn. Während die Benutzer von Akkuleuchten ständig mit Licht versorgt sind, selbst wenn sie nicht in die Pedale treten, stehen Freunde der Dynamos leider an Ampeln sofort im Dunkeln. Das ist nicht nur ein erhebliches Sicherheitsrisiko, sondern wäre auch im Gelände höchst unangenehm.

Dank eingebauter Kondensatoren, wird aber nun auch im Dynamobetrieb ein Standlicht realisiert, wenngleich es auch nicht so hell ist, wie das eigentliche Abblendlicht. Wenn du zu den Radfahrern im Stadtverkehr gehörst, dann sorgt eine Bremslichtfunktion ebenfalls für zusätzliche Sicherheit. Hinterherfahrende Fahrzeuge können so sofort erkennen, wenn du deine Fahrt verlangsamst.

Die Frage der Leuchtkraft

Vorgeschrieben ist zwar nur eine Beleuchtungsstärke von 10 Lux. Allerdings ist das tatsächlich die Grundausstattung und reicht allenfalls, um den Bereich direkt vor dir zu erhellen. Im dichten Stadtverkehr mit ausreichender Straßenbeleuchtung reicht diese Lichtstärke gerade so aus. Allerdings sind Lichtstärken, die zwischen 40 und 60 Lux liegen, die am meist genutzten.

Die Lux-Zahl allein sorgt leider nicht automatisch für eine bessere Sicht beziehungsweise Helligkeit. Es gibt zum Beispiel Lampen mit 40 Lux, die einen Radius von 10 m beleuchten. Eine andere Lampe hingegen verfügt über 60 Lux, beleuchtet aber lediglich einen Radius von 30 cm. Klar ist, dass du dann die bessere Sicht bei der 40 Lux Lampe hast.

Es ist immer empfehlenswert, sich deshalb vorher über die Leuchtkraft der Lampe genauer zu informieren. Im Internet geht das häufig am leichtesten, da viele Hersteller Bilder über die Leuchtstärke ihrer Lampen zur Verfügung stellen.

LED-Leuchtmittel und ihre Wasserdichtigkeit

Zu den meist verwendeten Leuchtmitteln bei der Fahrradbeleuchtung zählen auf jeden die LEDs. Inzwischen ist die LED-Technik sehr ausgereift. Sie haben eine extrem hohe Lebenserwartung, bieten ein sehr viel helleres Licht als andere Leuchtmittel, und sie sind extrem energieeffizient. Darin liegt auch der Grund, warum sie sich in den batterie- und akkubetriebenen Fahrradbeleuchtungen finden.

Durch den geringen Energiebedarf erhöht sich deutlich die Akkureichweite. Inzwischen gibt es Modelle auf dem Markt, die eine Akkureichweite von bis zu 60 Stunden bieten. Besonders beliebt sind die LEDs aber auch, weil sie deutlich kleiner als herkömmliche Leuchtmittel sind. Dadurch reduziert sich auch ihr Gewicht. Gerade für Rennradfahrer  und Mountainbiker ist das ein wichtiges Kriterium, da hier häufig jedes Gramm zählt. Ein weiterer Aspekt ist die Unempfindlichkeit gegen Erschütterung.

Wasserdichtigkeit ist ebenfalls ein ganz entscheidender Faktor. Schließlich wirst du nicht immer bei bestem Wetter unterwegs sein. Allzu oft kann es vorkommen, dass du noch bei guter Wetterlage gestartet bist und einige Zeit später schlägt das Wetter um. Leider kann es dann auch schon einmal zu wasserfallartigen Regengüssen kommen. Hier wird schnell klar, dass der Aspekt der Wasserdichtigkeit deiner Fahrradbeleuchtung ebenso wichtig ist wie alle anderen Aspekte.

Zwar kannst du in den meisten Fällen davon ausgehen, dass deine LED Fahrradbeleuchtung wasserdicht ist, aber dennoch solltest du unbedingt auf die Produktangaben des Herstellers achten. Tatsächlich gibt es nämlich im diesem Bereich Unterschiede. So gibt es Modelle auf dem Markt, die lediglich Spritzwasser geschützt sind, andere wiederum sind auch wirklich wasserdicht.

Ob im Straßenverkehr oder auf einer nächtlichen Tour mit dem Mountainbike durch den Wald. Du musst immer sicher sein, dass deine Beleuchtung nicht plötzlich aufgrund von Wettereinflüssen ausfällt. Darum solltest du viel Wert darauf legen, eine wasserdichte Fahrradbeleuchtung an dein Rad zu montieren.

Die IP- und IK-Schutzklassegute fahrradbeleuchtung wasserdicht

Damit du leichter erkennst, wie es um die Wasserdichtigkeit deiner Fahrradbeleuchtung bestellt ist, gibt es die sogenannte IP Schutzklasse. So gibt die IP 68 beispielsweise an, dass die Beleuchtung sowohl staub- als auch wasserdicht ist. Je niedriger diese IP Schutzklasse ist, desto weniger ist deine Lampe vor eindringendem Wasser geschützt.

Am Rande erwähnt sei hier auch noch die IK Schutzklasse. Sie sagt etwas über die Stoßfestigkeit deiner Lampe aus. Die höchste Schutzklasse liegt hier bei IK 10. Gerade wenn du viel im Wald unterwegs bist, möchtest du bestimmt sicherstellen, dass wenn ein Ast vor deine Lampe schlägt, dieses Missgeschick nicht gleich für einen Totalschaden sorgt.

 

 



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