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Wattmessung mit Garmin Edge – alles Wissenswerte

Waren Wattmessungen am Fahrrad früher den Profis vorbehalten, so profitieren heutzutage auch Hobbysportlerinnen und Hobbysportler von dieser Technik. Mittlerweile sind Powermeter für die Wattmessung nämlich zu bezahlbaren Preisen zu haben und lassen sich ohne große Vorkenntnisse nutzen. Solltest du dich also dafür interessieren, deine Fahrtechnik zu optimieren und eine optimale Energienutzung beim Fahren zu erreichen, ist eine Wattmessung per Powermeter für dich interessant. In diesem Artikel stelle ich dir die verschiedenen Systeme und Möglichkeiten vor, die dir im Bereich der Wattmessung zur Auswahl stehen.

Warum die Leistungsmessung in Watt erfolgen sollte

Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, mit denen du deine Leistungsfähigkeit auf dem Rad bestimmen kannst. Hierzu gehören zum Beispiel die Geschwindigkeit, der Puls und eben die Wattstärke. Am aussagekräftigsten sind allerdings die Werte, die dir eine Wattmessung liefert, da diese quasi nicht von äußeren Faktoren abhängig sind. Die Geschwindigkeit, die du erreichen kannst, hängt nämlich unter anderem von dem von dir gewählten Reifenprofil und dem vorhandenen Rücken- beziehungsweise Gegenwind ab. Dein Puls wird demgegenüber von deiner Ernährung, den vorherrschenden Außentemperaturen und deiner Nervosität bestimmt. Die Wattleistung ist von solchen Faktoren unabhängig und gibt dir somit einen sehr guten Eindruck von deiner tatsächlichen Leistungsfähigkeit.

Welche Rolle spielt der FTP-Wert bei der Wattmessung?

Der FTP-Wert steht für Functional Threshold Power (funktionale Leistungsschwelle) und beschreibt welche Leistung du beim Radfahren eine Stunde lang durchschnittlich aufrechterhalten kannst. Wenn du gut trainiert bist, kannst du eine höhere Leistung über einen längeren Zeitraum halten. Demgegenüber ist die Leistung, die du halten kannst, geringer, wenn du noch nicht trainiert und fit bist. Die Wattzahl, die du bei einer Wattmessung von 20 Minuten beziehungsweise einer Stunde durchschnittlich erreichst ist einer der Faktoren zur Berechnung deines individuellen FTP-Wertes. Mit diesem Wert ist es dir dann möglich, dein Training individuell zu gestalten.

Es gibt nämlich sieben verschiedene Leistungsschwellen, die für dein Training relevant sind. Diese hängen von deinem individuellen FTP-Wert ab und sind somit immer auf dein persönliches Leistungsvermögen zugeschnitten. Du trainierst also immer an deiner eigenen Grenze und orientierst dich nicht an allgemeinen Werten oder denen anderer. Diese sieben Leistungsschwellen heißen „Aktive Erholung“ (<55%), „Ausdauer (55%-75%), „Tempo“ (75%-90%), „Laktatschwelle“ (90%-105%), „Aerobe Kapazität“ (105%-120%), „Anaerobe Kapazität“ (120%-150%) und Schnellkraft (>150%). Die Prozentwerte beziehen sich hierbei immer auf deinen persönlichen FTP-Wert.

Die Aufgaben eines Powermeters im ÜberblickGarmin Edge Wattmessung

Ein Powermeter hat grundsätzlich die Aufgabe, deine Leistungswerte zu ermitteln und an ein Empfangsgerät wie zum Beispiel einen Garmin Edge Fahrradcomputer zu übermitteln. Sie reihen sich somit in die Reihe moderner Trainingsgeräte für Profi- und Hobbysportlerinnen beziehungsweise -sportler ein. Beispielsweise ergänzen sie einen Herzfrequenzgurt oder eine Laufuhr für das Handgelenk. Um seine Aufgabe erfüllen zu können, wird der Powermeter direkt am Fahrrad montiert. Hierbei stehen dir diverse Methoden und Techniken zur Auswahl, um die es im nächsten Abschnitt gehen wird.

Um einen möglichst großen Trainingserfolg zu erzielen, solltest du etwas Zeit in die Auswahl deines Powermeters investieren. Vor allem die Kompatibilität mit anderen Trainingstools spielt für die Auswahl eine große Rolle. In der Regel werden die Daten nämlich mittels ANT+ übertragen. Über einen Garmin Edge Vergleich kannst du also ganz leicht herausfinden, welcher Powermeter mit welchen Garmin Geräten kombinierbar sind. Auf diese Weise hast du die Möglichkeit, dir deine Leistungsdaten bereits während des Trainings auf deinem Fahrradcomputer anzeigen zu lassen oder sie für eine spätere Analyse nach Trainingsende zu speichern. Das ist sowohl für Fahrten auf freier Strecke als auch für Trainingseinheiten auf der Rolle äußerst nützlich.

Welche Arten von Powermetern gibt es?

Es gibt unzählige Hersteller und Anbieter von Powermetern, die bei ihren Geräten jeweils andere Schwerpunkte setzen. Das Urgestein unter den Anbietern ist SRM. Diese Firma hat bereits Powermeter entwickelt und angeboten, als diese noch ausschließlich etwas für Radsportprofis mit großen Ambitionen waren. Heutzutage entwickelt SRM auch massentaugliche Powermeter, die bei Fahrerinnen und Fahrern beliebt sind, die nur gelegentlich zum Spaß auf dem Fahrrad unterwegs sind. Das Besondere an den Modellen dieser Firma ist, dass der Powermeter im Spider des Kurbelsatzes liegt und hier die Wattzahl misst. Deswegen wird ein solches Gerät auch als Kurbelpowermeter bezeichnet. Dieses System ist bewährt und arbeitet mit einer zuverlässigen Software, eignet sich aber nicht für die Umrüstung auf andere Fahrräder. Weitere Anbieter von Kurbelpowermetern sind zum Beispiel Quarq und power2max.

Der Powermeter „Garmin Vector“ verfolgt einen etwas anderen Ansatz. Hierbei handelt es sich um einen sogenannten Pedalpowermeter, der die Wattmessung direkt am Pedal vornimmt. Das bietet den Vorteil, dass die Leistungsmessung individuell für jedes Bein erfolgt. Du siehst also genau, ob deine Beine in etwa dieselbe Leistung erbringen und ob der Kraftaufwand gleichmäßig verteilt ist. Mit diesem Wissen hast du die Möglichkeit, dein Trittverhalten zu optimieren und die Effizienz beim Training oder bei Wettbewerben zu erhöhen. Dieses System ist schnell wechselbar und kann somit an einer Vielzahl von Fahrrädern genutzt werden.

Ein drittes System sind sogenannte Nabenpowermeter. Bei diesen wird die Wattmessung – wie der Name bereits verrät – an der Fahrradnabe vorgenommen. Sehr beliebt ist zum Beispiel das PowerTab-System, bei dem die Wattmessung an der Hinterradnabe erfolgt. Im Unterschied zu den anderen Systemen wird hier eigentlich nicht deine individuelle Leistungsstärke ermittelt, sondern die Leistung, die du tatsächlich auf die Straße bringst. Der Vorteil dieses Systems ist seine hohe Flexibilität. Wenn du das Hinterrad austauschst, gelangt gleichzeitig der Powermeter an das neue Fahrrad. Allerdings musst du den Powermeter bei diesem System regelmäßig auf Null stellen. Wenn du häufig mit unterschiedlichen Rädern trainierst und mal innen und mal außen unterwegs bist, kann ich dir dieses System sehr empfehlen.

Den Powermeter mit einem Garmin Edge kombinierenWatt messen mit Garmin Edge

Sobald du deinen Powermeter am Fahrrad montiert hast, besteht die erste Aufgabe darin, ihn mit deinem Garmin Edge zu koppeln. Das ist dank der ANT+-Technologie ohne großen Aufwand möglich. Wenn die Verbindung besteht, hast du die Möglichkeit, individuelle Einstellungen vorzunehmen und die angezeigten Werte auf dein Trainingsverhalten und deinen individuellen Leistungsstand hin auszurichten. Besonders wichtig ist es zum Beispiel, deine eigenen Leistungsbereiche einzurichten. Das geht beim Garmin Edge 520 zum Beispiel über „Menü → Eigene Statistiken → Trainingszonen → Leistungsbereiche“.

Wenn du hier deinen FTP-Wert angibst, zeigt dir der Garmin Edge Fahrradcomputer deine Anaerobe Schwelle an, die du für eine höchstmögliche Effizienz beim Training kennen solltest. Es gibt aber noch viele andere Dinge, die du dir auf deinem Garmin Edge anzeigen lassen kannst. Hierzu gehören zum Beispiel die aktuelle Leistung, die durchschnittliche Leistung der letzten 30 Sekunden sowie die gesamte Durchschnittsleistung deiner Trainingseinheit. Diese verschiedenen Werte sind auf deinem Computer übersichtlich angeordnet, sodass du den Überblick behältst. Ich empfehle dir trotzdem, dich auf die wesentlichen Informationen zu beschränken, um während des Fahrens den Durchblick zu behalten.

Fazit: Eine Wattmessung ist für unterschiedliche Radfahrtypen geeignet

Die Wattmessung zur Bestimmung des eigenen Leistungsbereiches ist mittlerweile für alle Fahrradbegeisterten geeignet und beschränkt sich nicht mehr auf den reinen Profibereich. Mein Tipp an dich ist, bei der Auswahl des für dich passenden Powermeters dein eigenes Fahr- und Trainingsverhalten zu berücksichtigen. Wenn du nur gelegentlich am Wochenende unterwegs bist, solltest du beim Kauf keinen falschen Ehrgeiz zeigen und dir ein Gerät für Hobbyradler zulegen. Für dieses Einsatzgebiet genügen meist einfache Modelle zu einem günstigen Preis. Wenn du hingegen große Ziele hast und zum Beispiel einmal bei einem Triathlon mitmachen möchtest, dann solltest du in ein etwas besseres Modell investieren. Besonders wichtig ist jedoch, dass der von dir gewählte Powermeter mit deinem Garmin Edge Gerät kompatibel ist.



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